Am vergangenen Wochenende fanden in Tübingen die Spiele der Qualifikationsrunde für die JBBL (Jugend Basketball Bundesliga) zur Saison 2010/2011 statt. Teilnehmer waren die Mannschaften aus München, Nördlingen, Bad Aibling, Ulm und Gastgeber Tübingen.
Qualifizieren konnten sich nach einem interessanten, guten Turnier die Mannschaften aus München mit vier Siegen und die Mannschaft aus Nördlingen, die sich nur den Münchnern geschlagen geben mussten. Dritter wurde die Mannschaft aus Ulm, die zwei Siege und zwei Niederlagen auf ihrem Konto hatte und den Young Tigers Tübingen mit einem Sieg und drei Niederlagen. Letzter wurde das Team aus Bad Aibling, die kein Spiel gewinnen konnten.
Am Samstag starteten die Tübinger mit einem Spiel gegen Ulm ins Turnier, welches Tübingen nach langem, zähem Ringen mit 47:56 verloren geben musste. Das zweite Tübinger Spiel war am Anfang geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Den Neckarstädtern merkte man eine gewisse Nervosität an und die Laufwege noch nicht optimal abgestimmt waren. Vor allem die Verteidigung funktionierte noch nicht so, wie es notwendig gewesen wäre. Vor allem die Hilfe für den geschlagenen Mitspieler war oftmals nicht vorhanden, sodass die Ulmer immer wieder zu einfachen Punkten kamen. So lag man zur Halbzeit mit 23:30 zurück. Bis Mitte des 4. Viertels hatte man sich wieder auf 40:42 herangearbeitet. Allerdings war man Richtung Spielende ein wenig zu hektisch, hatte einige leichte Ballverluste und traf vorne die freien Schüsse nicht, sodass man sich am Ende den Ulmern geschlagen geben musste.
Das zweite Spiel gegen die Mannschaft aus Bad Aibling konnte man recht erfreulich gestalten. Im Vergleich zum ersten Spiel gegen Ulm funktionierte die Verteidigung um Klassen besser, wobei man in der ersten Halbzeit noch Probleme hatte, die zum Korb schneidenden Alpine Baskets zu kontrollieren. Allerdings gelang das Zusammenspiel im Angriff viel besser als im ersten Spiel, man kam sowohl zu Treffern von außen, als auch zu Punkten unter dem Korb. Ruben Hihn und Felix Sieghörtner trafen von der Dreipunktelinie, Philipp Verwegen traf aus der Halbdistanz und zog erfolgreich zum Korb. In der zweiten Halbzeit konnten die Trainer Thomas Unger und Klaus Fischer die Mannschaft besser auf das gegnerische Angriffsspiel einstellen. So konnte man den Vorsprung auf bis zu 25 Punkte ausbauen. Nun war die Zeit gekommen, um einmal was auszuprobieren und unterschiedliche Mannschaftskonstellationen aufs Feld schicken zu können. Dies tat jedoch der Mannschaftsleistung keinen Abbruch und so konnte das Spiel mit 66:48 gewonnen werden.
Dank eines 13-Punkte-Sieges von Nördlingen gegen Ulm kam es am Sonntagmorgen nun zu einem echten Endspiel für die Tübinger. Wenn Tübingen mit 13 Punkten Unterschied gewinnen würde, wäre der zweite Platz im Turnier und damit die Qualifikation für die JBBL in greifbare Nähe gerückt, da Tübingen dann in einem Dreiervergleich mit Ulm und Nördlingen die Nase vorne hätte. Tübingen begann ein wenig nervös und so gehörten Nördlingen die ersten vier Punkte des Spieles. Doch dann ging ein spürbarer Ruck durch die Mannschaft, man verteidigte das „Ziehen“ der Nördlinger zum Korb hervorragend und so konnte man nach dem ersten Viertel mit 16:9 in Führung gehen. Mitte des 2. Viertels gelang es, den Vorsprung auf zehn Punkte ausbauen. Erstmalig keimte so etwas wie Hoffnung aus, die JBBL auch für die kommende Saison nach Tübingen bringen zu können. Jedoch hatte man das Problem, dass Marc Pfannenschwarz, der den Spielaufbau lenkte mit vier Fouls auf die Bank musste. Das Tübinger Trainerduo war nun gezwungen, nach Lösungen zu suchen. Sowohl Atabey Erkök als auch Luca Wettemann machten ihre Aufgabe recht gut. Die Folge war, dass man die Führung bis zwei Minuten vor Schluss halten konnte. Anschließend setzte sich jedoch die größere Erfahrung der Nördlinger durch, welches besser eingespielt war und die tiefere Bank hatte. Nördlingen gewann das Spiel noch denkbar knapp mit 52:51.
Klar, dass man auf Tübinger Seite enttäuscht war. Klar war jedoch auch, dass ein Sieg mit nur einem oder zwei Punkten Unterschied zu wenig gewesen wäre, um die Qualifikation für die JBBL zu schaffen.
Abschließend kam dann noch das Spiel gegen den haushohen Favoriten aus München, die bis dahin alle Spiele mit 15 oder 20 Punkten Unterschied gewonnen hatten. Sieghörtner war nur noch bedingt einsetzbar, da er sich bei seinem unermüdlichen und couragierten Einsatz für die Tübinger an der Achillessehne verletzt hatte und Ruben Hihn wegen eines Termins nicht mehr teilnehmen konnte. Zur Halbzeit lag man nur mit 20:23 zurück und man hatte nochmals die Hoffnung, auf eine kleine Sensation.
Im dritten Viertel drehte München dann richtig auf und man lag Ende dieses Viertels mit 31:46 zurück. Tübingen wechselte nun munter durch, fortan zeigten die Bankspieler ihren Trainern was sie drauf hatten. In einem unglaublichen und nicht für möglich gehaltenen Kraftakt gestatteten sie den Münchnern noch ganze drei Punkte und kamen auf 42:49 heran. Für einen Sieg reichte es leider nicht mehr, aber die Niederlage von Tübingen bedeutete den knappsten Sieg des ganzen Turniers für das Team aus Bayern. Ein schöner und Mut machender Abschluss des Turniers, der Lust auf mehr JBBL-Basketball in Tübingen gemacht hat.
Trotz einer tollen Rückrunde mit 5 Siegen bei 8 Spielen hat es für das JBBL-Team der Young Tigers nicht gereicht die Liga zu halten. Eine Verkleinerung der Liga führt dazu, dass sich Tübingen auch hierfür qualifizieren muss. Ein schwieriges Unterfangen, da innerhalb von knapp 6 Wochen ein völlig neues Team gebildet werden muss. Alle Spieler des Jahrgangs 94 sind für die neue Saison nicht mehr startberechtigt, der Jahrgang 95 muss verstärkt werden mit Talenten der Jahrgänge 96 und 97. Die Tübinger Nachwuchsarbeit ist auf den richtigen Weg gebracht, geerntet werden muss aber im gesamten Bereich der BasketballRegion Tübingen Neckar-Alb, nur so kann eine wettbewerbsfähige Gruppe gebildet werden. Als Maßnahmen fand ein Try-Out vor 2 Wochen mit Spielern aller Partnervereine statt und letzten Freitag waren Coach Klaus Fischer und Spitzensportkoordinator Claus Sieghörtner bei der SG Möhringen zu Gast, um Spieler aus dem Raum Stuttgart zur Verstärkung zu sichten. Mittlerweile umfasst der Kader knapp 15 Spieler aus der gesamten Region. Möglichst schnell müssen nun die vielen Neuzugänge integriert werden, um die Qualifikation zu bestehen. Diese wird zum Glück am Wochenende des 19. und 20. Juni in der Paul Horn Arena in Tübingen stattfinden. Das Turnier wird mit 5 Mannschaften bestritten, von denen die ersten Beiden einen Startplatz in der JBBL für die Saison 10/11 bekommen. Gegner werden Ulm und Nördlingen sein, die auch schon Gegner des letzten Jahres waren. Neubewerber sind zusätzlich die Teams aus München-Ost und aus Bad Aibling in der Nähe des Chiemsees, die eine Kooperation mit Bamberg begonnen haben. Auch dieses Turnier wird ein Leckerbissen für alle Fans von hochklassigem Jugendbasketball sein. Wer das JBBL-Team schon früher sehen möchte, kann eine Woche vor dem Qualifikationsturnier in die Uhlandhalle kommen. Nach dem NBBL-Cup wird das JBBL-Team am Sonntag, den 13.06 um 16.00 Uhr ein Testspiel bestreiten. Tolle Wochen für den Jugendbasketball der gesamten Region mit der Hoffnung auf viele Zuschauer, die die Spieler unterstützen. Teil 2: JBBL (Jugend-Basketball-Bundesliga) Alter: 14-16 Jahre
Am Samstag um Punkt 11 Uhr standen 30 Spieler der Jahrgänge ´95, ´96 und ´97 umgezogen in der Uhlandhalle und warteten gespannt darauf, was nun passieren würde. Coach Klaus Fischer, der die JBBL – Mannschaft auch in der kommenden Saison betreuen wird sofern man sich hierfür qualifiziert, hielt eine kurze Ansprache und erklärte den jungen Basketballern was in den nächsten zwei Stunden auf dem Programm steht. Angefangen bei einer einfachen „Laufschule“ über verschiedenste Korbleger- und Wurfübungen bis hin zum 3-3 konnten die Spieler den Coaches zeigen was sie schon drauf haben. Dabei wurde recht schnell deutlich, wer für das JBBL – Team in Frage kommt und wer nicht. Gerade die ´96 und vor allem die ´97 Jahrgänge haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Auch ein Verdienst von Abteilungsleiter und U14-Trainer Thomas Unger, der sich seit dieser Saison wieder um die jüngeren Basketballer des SV 03 Tübingen kümmert, nachdem er die Jahre zuvor die Landesliga Herren betreut hatte. Mit Jan Georg (´97), Mario Lukec (´97), Jojo Kübel (´97) und Jefferson Hiller (´98) spielen vier SV-Ler aus der U14 in der Bezirksauswahl von Trainer Pasko Tomic und Co-Trainer Nico Drmota. Erfreulich war auch, dass aus den Partnervereinen einige Spieler da waren und diese auch zu überzeugen wussten. Um 13 Uhr war es dann soweit. Nach zwei Stunden intensivem Training wurden alle Spieler, nach einer kurzen Trinkpause, welche die Coaches nutzen um sich zu besprechen, zusammengerufen. Nun folgte der unangenehme Teil des Try-Outs. Man entschied sich für 15 Spieler, die schon ab dieser Woche gemeinsam trainieren werden um das Ziel JBBL 2010/2011 realisieren zu können. Danke noch mal an alle Spieler und vor allem die Eltern die teilweise von recht weit angereist kamen um ihren Kinder diese Chance zu ermöglichen.
Am Wochenende waren die Young Tigers Tübingen beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer der JBBL zu Gast und nach 40 gespielten Minuten mußte man leider feststellen, dass sich auch an diesem Mittag daran nichts geändert hatte. Das Spiel wurde nach heftiger Gegenwehr und großem Kampf mit 96:82 (55:44) verloren und man musste leider mal wieder den bitteren Geschmack einer Niederlage verkraften.
Gleich zu Anfang erwischten die Hausherren den besseren Start und versenkten im ersten Viertel 4 Dreier, die einzigen des ganzen Spieles aus geradezu NBA-verdächtiger Entfernung und überraschten/schockten die Gäste damit erstmal ein wenig. Allerdings konnte Felix Sieghörtner gleich gut dagegen halten, sodass der Abstand zu Ende des Viertels genau so hoch war, wie zur Halbzeit. Im zweiten Viertel intensivierte man die Verteidigungsarbeit und konnte dieses völlig offen gestalten. So fragten einige der Zuschauer, warum Tübingen so schlecht in der normalen Runde war, weil eigentlich kein großer Leistungsunterschied zu erkennen war. Allerdings waren die Augsburger generell eine Spur größer und athletischer, sodass man über den Kampf im Spiel bleiben musste.
Im dritten Viertel setze sich die Mannschaft aus Augsburg wieder weiter ab, sodass es zu Beginn des vierten Viertels bei 18 Punkten Rückstand so aussah, als würde jetzt die größere Kraft und Robustheit der Augsburger das Spiel vollends zu deren Gunsten entscheiden. Doch wie schon am letzten Wochenende gegen Ulm hatten die Tübinger was gegen das Verlieren. Sie legten einen unglaublichen Zwischenspurt hin und holten in der Verteidigung die nötigen Rebounds und spielten vorne klare Chancen mit Korblegern und Dreiern heraus. Tja – und auf einmal waren es nur noch 3 Punkte Abstand und noch 3:30 zu spielen. Hier jedoch spielten die Augsburger ihre größere Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit aus. Sie spielten ein ums andere Mal ihren größten und besten Spieler unter dem Korb frei und der schenkte den Tübingern 29 Punkte ein. Als dann auch noch Jakub Vrba, der Tübinger Aufbau mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen musste, war der Tübinger Widerstand gebrochen und die Tübinger versuchten ihr Heil in hektischen und schnell abgeschlossenen Angriffen, die leider nicht von Erfolg gekrönt waren. So musste man hinterher anerkennen, dass die Augsburger zwar nicht unschlagbar, aber an diesem Tag einfach besser waren, aber man freut sich schon auf das Rückspiel, dass den Saisonabschluss für Tübingen markieren wird, sodass man dort vielleicht noch einmal alle Kräfte zusammen nehmen wird um vielleicht auch einmal ein solches Spiel gewinnen zu können.
Am Wochenende hatten die Tübinger U-16 Spieler gleich zweimal alle Hände voll zu tun. Am Samstag kam Möhringen, der Tabellenführer der U-16 Oberliga, nach Tübingen und konnte nach harter Gegenwehr mit 72:60 geschlagen werden.
Am Sonntag spielte die gleiche Mannschaft, verstärkt durch Felix Sieghörtner gegen die Mannschaft der Basketballakademie Ulm und konnte auch dieses Spiel, nach unglaublichem Spielverlauf und einer sensationellen Aufholjagd mit 73:66 für sich entscheiden.
Dieses Basketballwochenende war nichts für schwache Nerven. Wer sich am Samstag den Verlängerungskrimi der Walter Tigers gegen Braunschweig und dann am Sonntag morgen noch das der Young Tigers gegen Ulm angeschaut hat, der hatte sich einen ruhigen und beschaulichen Sonntagnachmittag auf dem Sofa mit Kaffee und Kuchen verdient. Hatte Tübingen am Samstag noch das schlechtere Ende für sich in Anspruch genommen, so machten es die Young Tigers wenigstens in dieser Beziehung besser wie „die Großen“.
Mit Ulm kam eine Mannschaft, die bis dahin eigentlich nur gegen Crailsheim gewonnen hatte, deshalb schien dies ein vermeintlich leichtes Spiel zu werden. Und genau das schienen die Young Tigers in der ersten Halbzeit auch zu glauben. Hatte man schon beim Aufwärmen das Gefühl, dass manche der Jungs eigentlich geistig noch in ihrem Bett weilten, so setzte sich dies nahtlos im Spiel fort. Alles, was am Tag vorher noch wunderbar geklappt hatte, - gute Defense, gut durchgespielte Systeme und einfache Punkte unter dem Korb, - all dies ließen die Young Tigers in Durchgang eins und zwei vermissen. In der Verteidigung begleitete man die Gegenspieler eher, als dass man sie angriff, beim Rebound war man interessierter Beobachter und vorne spielte jeder das, zu was er gerade Lust hatte. Man konnte von Glück sagen, dass man zur Halbzeit nur mit 10 Punkten hinten lag.
So sollte also beim Pausenstand von 31:41 die große Aufholjagd beginnen, aber – Pustekuchen. Das gleiche Bild wie in den ersten beiden Vierteln, die Ulmer bauten sich selbst auf durch gute Aktionen und gelungene Dreipunktewürfe und Tübingen – fand eigentlich nicht statt. Schaute man hoch zur Anzeigentafel, dann stand da zur Mitte des dritten Viertels ein 20-Punkte Rückstand für Tübingen zu Buche. Aber wie so häufig im Basketball, durch irgendeine Initialaktion, guter Rebound von Stefan Weber und Eddi Schindel, ein paar Steals von Victor Lopatin und den Gebrüdern Sipetic und 2 Wahnsinnsdreiern zur rechten Zeit von Felix Sieghörtner, drehte sich das Blatt auf einmal und nun waren es die Ulmer, die nichts mehr auf die Reihe bekamen. Tübingen legte eines seiner besten Viertel in dieser Saison hin und erlaubte Ulm noch genau fünf Punkte im letzten Viertel, (und die in den ersten 2 Minuten des Viertels) und gewann das Viertel mit 21:5 und das Spiel mit 73:66. Tiefes Durchatmen bei allen Beteiligten und die Einsicht, dass auch Spiele gegen „vermeintlich“ schwächere Gegner erst einmal gespielt und gewonnen werden müssen. Auch ein Teil des Lern- und Erfahrungsprozesses, den die Young Tigers dieses Jahr durchmachen müssen.
Ob man was gelernt hat, das darf gleich nächsten Sonntag in Augsburg gezeigt werden, da muss man zum Tabellenführer der Abstiegsrunde, dem TV Augsburg. Aber wie wir ja am Wochenende „gelernt“ haben – der „vermeintlich“ Schwächere muss erstmal geschlagen werden, so – what have we got to lose?
Am gestrigen Sonntag war es soweit. Die Play-Downs in der JBBL haben begonnen und nun wird es sich zeigen, ob die Tübinger U-16 Spieler tatsächlich so schlecht sind, wie sie nach der ersten Runde dastanden.
Der Start in die Play-Downs zumindest ist geglückt. Man konnte sich recht deutlich mit 94:58 gegen die Crailsheim Merlins durchsetzen. Dabei entwickelte sich auf Tübinger Seite ein recht munteres Spielchen, alle Spieler konnten eingesetzt werden und auch fast alle Spieler konnten sich in die Punkteliste eintragen. Dabei zeigten die Spieler nicht nur ein sehr engagiertes Verteidigungsverhalten, sondern zeigten auch im Angriff einige sehenswerte Aktionen und Passstaffeten.
Besonders wichtig war dabei, den Crailsheimer Topscorer Ivanov unter Kontrolle zu halten und dies gelang mit wechselnden Verteidigern relativ gut. Auf Tübinger Seite konnten in der Offensive einmal mehr Felix Sieghörtner und Lukas Sipetic sehr erfolgreich agieren und sich mit jeweils 25 Punkten den High-Score teilen.
Besonders erwähnenswert war, dass man diesmal in der Verteidigung sehr gut stand, kaum Drives zum Korb zuließ und sich besonders in der zweiten Halbzeit die Rebounds gleich serienweise griff. Dabei zeichneten sich besonders Eduard Schindel und Jan Weber aus, die kaum einen Offensivrebounds zugelassen haben. Was dieser Sieg wert war, wird sich in der nächsten Woche zeigen, wenn man nach Nördlingen fahren muss.
Um die Startberechtigung für die JBBL für das nächste Jahr zu schaffen, müsste man in dieser Achtergruppe mindestens Vierter werden. Dies sieht jetzt noch nicht wirklich gut aus, wenn man sich jedoch die Tabelle anschaut, dann ist man eigentlich nur 2 Punkte hinter dem Tabellendritten. Für Spannung sollte also in den nächsten Wochen gesorgt sein.
Am Sonntag war es endlich soweit. Die Young Tigers Tübingen haben ihr erstes Spiel in der JBBL gegen das favorisierte Team aus Freiburg mit 82:74 gewonnen. Etwas unerwartet kam das Ganze schon, da mit Freiburg eines der körperlich stärksten, weil größten, Teams nach Tübingen kam.
Zwei Gründe, warum Tübingen gewinnen konnte. Erstens war man Offensiv so erfolgreich wie noch nie, drei Spieler, Lukas Sipetic (29), Jakub Vrba (22) und Edward Schindel (18) trugen dabei die Hauptlast im Angriff und wurden noch mit drei Dreiern von Justin Klay (2) und Maxime Sipetic (1) entlastet, bzw. unterstützt. Der Zweite, allerdings der bei weitem wichtigste Grund war, dass man in der Defensive das beste Spiel in dieser Saison ablieferte. Maxime Sipetic, immer wieder unterstüzt von Platon Kreis, Viktor Lopatin und Alex Kari, setzte den gegnerischen Aufbau so stark unter Druck, dass der Gegner schon im Aufbau Probleme hatte. Kamen die Gegner zum Wurf und trafen nicht, dann war endlich einmal ein konsequentes Ausblocken und Rebounden zu erkennen, besonders Stefan Weber ging da sehr erfolgreich zu Werke und schnappte den Gegnern diverse Bälle vor der Nase weg.
Was besonders augenfällig war, man hatte kaum Ballverluste und kam im Angriff immer wieder zu guten Würfen, bzw. freien Korblegern und man hatte am Sonntag einfach immer wieder eine Antwort parat, wenn der Gegner noch einmal bedrohlich nahe kam, bzw. sogar im dritten Viertel noch einmal in Führung ging. Dies konnte man jedoch mit unbändigem Kampfeswillen noch einmal drehen und am Schluß als verdienter Sieger vom Feld gehen.
Vielleicht gibt dieser Sieg den Young Tigers den nötigen Schub und auch ein wenig Selbstvertrauen für das Spiel in Karlsruhe und die kommenden Aufgaben in den „Play-Downs“. Vielleicht bringt man ja noch die eine oder andere Überraschung im Laufe dieser Runde zustande.
Justin Klay (6 / 2 Dreier), Lukas Sipetic (29), Platon Kreis, Kosta Solomonidis, Viktor Lopatin (2), Alex Kari, Maxime Sipetic (3 / 1), Jakub Vrba (22 /2 ), Jan Weber, Adrian Brun, Stefan Weber (2), Edward Schindel (18).
Am letzten Wochenende begann die Rückrunde der JBBL-Spielzeit 2009/2010, sodass man daran gehen kann, ein erstes Fazit der bisherigen Spiele zu ziehen.
Betrachtet man nur die nackten Ergebnisse, so muss man relativ ernüchtert an die Rückrunde herangehen, zumal der Start in die Rückrunde genau so bescheiden verlief, wie die komplette Hinrunde.
Man verlor auch diese Partie gegen das Basketballinternat Speyer mit 34 Punkten Unterschied und ist mit 7 Punkten aus 7 Spielen siegloser Tabellenletzter mit zum Teil richtig entmutigenden Niederlagen. Die Krönung war wohl die 85-Punkte-Schlappe, die man gegen Ludwigsburg einstecken musste. Kein Spiel wurde mit weniger als 20 Punkten Unterschied verloren, was gibt es also, dass einem Hoffnung machen sollte, zumal auch keine neuen Spieler in naher Zukunft den Weg nach Tübingen finden werden.
Am letzten Sonntag war relativ schnell klar, dass auch im siebten Spiel in Folge nicht wirklich was zu holen war. Speyer war auf allen Positionen besser, weil um einiges größer, besetzt und brachte Tübingen ein ums andere Mal unter dem Korb arg in Bedrängnis. Wenn Tübingen nicht beim ersten Wurf traf, dann gehörte der Rebound meist der Mannschaft aus Speyer, sodass es für die Tübinger fast nie eine zweite Chance gab. Auch für ihre ersten Würfe mussten die Tübinger sehr hart arbeiten und kamen selten wirklich offen zum Wurf. Was allerdings in diesem Spiel absolut stimmte war der kämpferische Einsatz der Tübinger. Jeder Spieler setzte sich vorbildlich ein und versuchte mit Kampf und Leidenschaft die körperliche Überlegenheit der Gegner wett zu machen – letztlich leider vergebens. So gewann Speyer, am Ende wieder mal relativ deutlich, mit 79:45 und brachte Tübingen wieder eine empfindliche Niederlage bei.
Auch dieses Spiel verdeutlichte eindrucksvoll, woran es in Tübingen und beim Tübinger Spiel hauptsächlich krankt, nämlich an großen, körperlich einigermaßen gleichwertigen Spielern. Taktisch und vom kämpferischen Einsatz können die Tübinger mit zwei oder drei Mannschaften in ihrer Liga (JBBL Gruppe Südwest) durchaus mithalten, was jedoch nicht wett zu machen ist, ist die deutliche körperliche Unterlegenheit, mit der sich die Mannschaft immer wieder konfrontiert sieht. Jede Mannschaft, mit Ausnahme der Mannschaft aus Karlsruhe vielleicht, ist mit ein, zwei oder sogar drei Spielern über 2 Meter besetzt. Auch auf den sogenannten „kleinen“ Positionen, laufen bei den gegnerischen Mannschaften Spieler zwischen 1,85 und 1,95 auf, sodass einfach klar auf der Hand liegt, warum Tübingen bis jetzt kein Spiel gewinnen konnte. Zieht man nämlich einmal die Halbzeitergebnisse heran, dann erkennt man, dass Tübingen nicht immer so chancenlos war, wie die Endergebnisse vorgeben. In Speyer lag man zur Halbzeit mit 7 Punkten zurück, gegen Freiburg und Karlsruhe mit 3 Punkten. Man musste aber aufgrund der Größendefizite immer so viel in diese Spiele investieren, dass man regelmäßig in der zweiten Halbzeit einbrach und dann doch recht empfindlich verlor.
Was die Runde bis jetzt aber auch zeigte ist, das die Zusammenarbeit mit der BRTNA (Basketball Region Tübingen Neckar Alb) recht gut ins Laufen gekommen ist. So spielen in der JBBL-Mannschaft in Tübingen Spieler aus Tübingen, Reutlingen, Rottenburg und Herrenberg. Außerdem schaute noch der eine oder andere Spieler bis nach Balingen im Training vorbei und suchte seine Chance in Tübingen. Eines war jedoch allen gemein, nämlich die mangelnde Körpergröße, die zwar nicht alles ist, aber doch nicht gerade hinderlich wäre und wie oben schon beschrieben, durchaus Spiele auch entscheiden kann.
Um dies zu verändern, plant man für die kommende Saison eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Möhringen, die in dieser Hinsicht Tübingen durchaus helfen könnten. Sehen wir mal, was aus diesen Plänen wird.
Eins ist jedoch sicher, die Tübinger Mannschaft hat sich, auch wenn dies vielleicht nicht in den Ergebnissen sichtbar wird, seit letztem Sommer deutlich verbessert. Beleg dafür sind die Ergebnisse der U-16/1, die in der Jugendoberliga spielt und dort bisher vier Spiele gewonnen und 2 verloren hat. Ein Beweis also, dass man, trotz allem, gute Arbeit leistet und einzelne Spieler weiter entwickelt und ausbildet.
Letztendlich ist auch noch wichtig, dass 15-16 Jugendliche intensiv trainieren und seit Juni regelmäßig hart daran arbeiten sich technisch, taktisch und spielerisch zu verbessern. Dieser Aufgabe kommt der Verein und die Mannschaft somit auch nach und das sollte man, bei allem Streben nach guten Ergebnissen, nicht vergessen.