Mit 56:83 (20:49) verloren die SV-ler am Samstagabend ihre Auswärtspartie in Möhringen. Dennoch hat man den direkten Vergleich in der Tasche, da man im Hinspiel, Ende Oktober, denselben Gegner mit 94:50 förmlich deklassiert hatte. Will man aber auch nächste Saison in der Oberliga auf Korbjagd gehen, müssen nun Siege her. Aus den letzten fünf verbleibenden Saisonspielen sollten mindestens drei Siege eingefahren werden, sonst droht der Abstieg in die Landesliga. „Falls wir am Ende der Saison tatsächlich absteigen sollten, ist das kein Weltuntergang für uns! Dann werden wir eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen und den direkten Wiederaufstieg anpeilen!“, gibt sich Trainer Manu Pasios eher gelassen.
Dass man am Samstag gegen den Tabellenletzten, Möhringen, derart unter die Räder kam, war nicht sonderlich verwunderlich. Zum einen hat Möhringen für den Abstiegskampf, wie einige andere Vereine auch (Kirchheim, Göppingen…), personell aufgerüstet (Bridgewater, Opitz), zum anderen ging man geschwächt in die Partie. Samstagmorgen hatte Pasios gerade mal drei Spieler zur Verfügung. Dass es am Ende deren acht waren, grenzte schon an ein Wunder. Philip Feldmann und Stefan Weber liefen trotz starker Erkältung mit auf, Eddy Schindel biss auf die Zähne (Bänderverletzung) und Mahir Agva half freundlicherweise aus. Da aber mit den beiden Sipetic-Brüdern nur zwei Spieler für Position 1-3 zur Verfügung standen, musste auch der Trainer ran.
Am Ende verlor man deutlich 56:83, wobei die zweite Halbzeit (16:15; 20:19) an die SV-ler ging. Angetan war Tübingen´s Trainer vom Auftreten der jungen Talente in Reihen des Gegners, die für seinen Geschmack mehr Einsatzzeit verdient hätten. Ruben Hihn (Jahrgang ´95), Pius Weller (Jahrgang ´96) und Nico Hihn (Jahrgang ´97). Insbesondere auf die beiden letztgenannten hat Pasios schon lange ein Auge geworfen. Beide Spieler gingen letzte Saison noch für die Young Tigers Tübingen in der JBBL auf Korbjagd und zu beiden Spielern hat Pasios noch Kontakt. Vielleicht sieht man sie ja nächste Saison wieder im Trikot der Young Tigers, diesmal jedoch in der NBBL.
SV 03 Tübingen: Sipetic L. 12, Eroglu 12, Sipetic M. 11, Agva 10, Schindel 7, Feldmann 2, Weber 2, Pasios
Sage und schreibe 19 Würfe setzten die jungen SV-ler am Samstagabend beim Herrenoberligaspiel in Reutlingen daneben. Dass es sich hierbei nicht um Würfe aus dem Feld, sondern um Freiwürfe handelt, darüber war Trainer Manu Pasios besonders verärgert. „Die Reutlinger haben frühzeitig auf Zone umgestellt. Wir haben von außen nichts getroffen, sind deshalb immer wieder zum Korb gezogen und wurden dabei gefoult. Von 40 Freiwürfen haben wir gerade mal 21 getroffen. Mit so einer katastrophalen Quote gewinnst du kein Spiel!“, so Pasios über die leichtfertig vergebenen Chancen. Am Ende verlor man die Partie, auch wegen der vielen Freiwurfnieten, mit 64:74 nach Verlängerung.
Zu Beginn kontrollierte man nicht nur Reutlingens Besten, Jorgo Tsuknidis, sondern auch das Spielgeschehen, sodass man schnell mit 12:2 (4min, 1.Viertel) in Front lag. Dann stellten die Gastgeber ihre Verteidigung um, was zur Folge hatte, dass man ein wenig den Faden im Angriff verlor. Durch zwei schöne Dreier von Kapitän Justin Klay ging man trotzdem mit einer neun-Punkte Führung (23:14) in die erste kleine Pause. Das zweite Viertel gestallte sich sehr zäh. Kein schöner Basketball auf beiden Seiten, wobei der Gastgeber in den ersten Minuten weit aus mehr „Aktion“ im Angriff machte, als die SV-ler, was zur Folge hatte, dass aus einer 23:14-Führung ein 24:26-Rückstand (7 min, 2.Viertel) wurde. Dann fing die Freiwurfmisere an. Achtmal vergaben beide Teams innerhalb der nächsten zwei Minuten von der Linie. Durch einen „Mini“-Run kurz vor der Halbzeitpause konnte man sich jedoch die Führung zurückholen. Halbzeitstand 33:28.
Das dritte Viertel stand ganz im Zeichen der TSG-ler. Allen voran Forward Georg Wolff spielte groß auf und erzielte sieben seiner insgesamt elf Punkte in diesem Abschnitt. Bei den Tübingern hielten lediglich die drei NBBL-er Justin Klay, Mahir Agva und Lucas Sipetic dagegen. Aber auch diese drei Spieler konnten nicht verhindern, dass der Gegner bis zum Viertelende auf fünf Punkte davonzog. Stand 41:46. Die letzten zehn Minuten standen an. Das Spiel wurde immer hitziger, sodass da endlich richtige Derbyatmosphäre aufkam. Die rund 50 Zuschauer waren mittlerweise aus dem Häuschen und auch der ein oder andere Spieler hatte sich nicht mehr unter Kontrolle, was zur Folge hatte, dass insgesamt vier technische Fouls (3 – Reutlingen, 1 – Tübingen) verhängt wurden. 1 Minuten vor Ende der Partie beim Stand von 56:56 bekam man drei Freiwürfe (Bonusfreiwurf + Technisches Foul + Ballbesitz) zugesprochen, konnte aber nur einen verwandeln. Auch der anschließende Ballbesitz wurde leichtfertig hergeschenkt. Noch 24 Sekunden zu spielen und Ballbesitz Reutlingen. Man verteidigte gut, zwang den Gegner bei noch zehn Sekunden Restspielzeit zu einem schwierigen Wurf. Der Rebound landete in den Händen von Chris Hoste. Doch zu früh gefreut! Durch eine kleine Unachtsamkeit war der Ball dann doch wieder in den Händen der TSG-ler, besser gesagt bei Lukas Wagner der direkt den Korb attackierte und dabei gefoult wurde. Stand 57:56, 6 Sekunden zu spielen und zwei Freiwürfe für Wagner. Dieser verwandelte beide sicher zur 58:57 Führung für Reutlingen. Auszeit Tübingen. Justin Klay, Tübingens Bester an diesem Tag sollte es richten. Klay bekommt den Ball, penetriert zum Korb und wird 1,5 Sekunden vor Ende der Partie gefoult. Reutlingen in Schockstarre! Der erste Freiwurf sitzt. 58:58. Der zweite geht leider knapp daneben. Verlängerung! Hier hatten die Reutlinger die besseren Nerven, trafen hochprozentig ihre Würfe, während man selbst nichts mehr traf. Keine Freiwürfe, keine Dreier und auch keine Korbleger….
SV 03 Tübingen: Klay 19, Agva 14, Sipetic L. 13, Hoste 10, Sipetic M. 3, Eroglu 3, Feldmann 2, Weber, Schindel
Mit nur sieben Spielern (Agva – Regio., Bihlmayer – krank, Feldmann und Hihn privat verhindert, Weber und Sipetic M. mit der Herren3 unterwegs) war Trainer Manu Pasios am Samstag in Remseck angetreten und man hat auch eine Halbzeit (Halbzeitstand 31:42) lang gut mitgehalten gegen den Titelaspiranten Nr.1. Jedoch, mit Beginn des dritten Viertels verkrampfte man plötzlich. Es folgten rabenschwarze Minuten, in denen die SV-ler nichts mehr zustande brachten. Während dieser Zeit wurde man regelrecht vom Platz gefegt. Dass es am Ende „nur“ 25 Punkte (61:86) Unterschied waren und nicht deren 40, war wiederum den Remseckern zu verdanken, die in den letzten Minuten das Tempo raus nahmen und ihren Nachwuchsspielern wie Vincent Anwender und Charalambos Nedopoulos reichlich Einsatzzeit gaben. Somit wartet das Team um Kapitän Lukas Tunggul weiter auf den ersten Saisonsieg. Vielleicht klappt es ja am Sonntag im Heimspiel gegen Göppingen. Für die Göppinger (…freiwilliger Rückzug aus der 1.Regionalliga) lief es in den ersten beiden Partien auch noch nicht sonderlich gut. Zwei Niederlagen stehen für das Team von Trainer Petkovic zu Buche, dabei hat Petkovic mit den drei Amerikanern Johnson, Tunga und McAdams-Thornton ein starkes Trio zur Verfügung, die allesamt schon höherklassig aktiv waren. Ob man eine Chance gegen den letzt-jährigen Regionalligisten hat, wird ganz davon abhängen in wie weit Kapitän Lukas Tunggul dem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann. Er ist Motor und Anführer der „Tübinger-Rasselbande“. „Lukas hat über ein halbes Jahr keinen Basketball in der Hand gehabt. Er braucht noch 2-3 Wochen, dann gibt’s den alten Tunggul wieder. Dafür sorge ich schon!“, so Trainer Pasios über seinen Aufbauspieler. Wann Felix Bihlmayer wieder ins Geschehen eingreift, ist weiter unklar. Der Power Forward lag die letzten Wochen mit einem Virus flach, einem „unschönen“ Mitbringsel vom letzten Sri Lanka-Urlaub. Auch Mahir Agva wird der Herren2 am Wochenende wieder fehlen, da die Regionalliga zeitgleich in Stuttgart spielt. Ansonsten hat Pasios alle Mann an Bord. Spielbeginn 17 Uhr, Uhlandhalle.
SV 03 Tübingen: Sipetic L. 16, Eroglu 15, Sieghörtner 13, Hoste 7, Klay 6, Tunggul 2, Schindel 2
Müsste man einen Fragebogen zu dem Spiel ausfüllen, würde Trainer Manu Pasios bei Verteidigung das Ja-Kästchen ankreuzen, wo hingegen der Angriff ein dickes Nein bekommen hätte. Denn bei der 50:60 (30:29) Heimniederlage gegen Derendingen wollte die Kugel einfach nicht durch die Reuse. Die vielen unnötigen Turnovers brachen den jungen Tübingern dann vollends das Genick. 30 Minuten lag hielt man gut mit und konnte das Spiel, trotz der vielen Fehler offen gestalten. Doch der Ausfall einiger Leistungsträger wie z.B. Lukas Tunggul (raben-schwarzen Tag erwischt), Felix Bihlmayer (krank) und Mahir Agva (Regionalliga) wog zu schwer. Am Ende siegte die Routine in Person von Hansi Kienzle, Sven Waigel und Till Heinsohn. Diese drei Academics scorten zwar nicht sonderlich viel, aber immer dann wenn es eng wurde. Auf Tübinger Seite erreichten lediglich die beiden Youngster Lucas Sipetic und Justin Klay Normalform. Bis zur 33. Minute beim Stand von 43:46 (aus Tübinger Sicht) war alles offen, dann jedoch erzielten Berov und Cue-Bär zwei schwierige Körbe zum 43:51 (4.Minute, 4.Viertel). Im direkten Gegenzug versenkte Tübingen´s Bester an diesem Tag, Lucas Sipetic, einen schönen Dreier zum 46:51. Es keimte noch mal Hoffnung auf. Doch schon einige Minuten später war beim Stand von 46:59 alles entschieden. Mund abwischen – nichts passiert, am Samstag geht es schon weiter beim Titelaspiranten Nr.1, der BG Remseck.
SV 03 Tübingen: Sipetic L. 16, Klay 10, Eroglu 8…..
Über weite Strecken des Spiels konnte man den Tabellenführer ärgern, lag eine Minute vor dem Schlusspfiff gar mit zwei Punkten in Front (73:71), doch schlussendlich hat es wieder nicht gereicht. Mit 73:77 (45:46) gab man die Partie ab, sehr zum Leidwesen der Haiterbacher und Rottenburger Basketballdelegation die sich extra auf den Weg in die alt-ehrwürdige Tübinger Uhlandhalle gemacht hatte, um die SV-ler anzufeuern.
Beide Teams hatten vor der Partie einige Ausfälle zu beklagen, so fehlten z.B. auf Tübinger Seite die beiden Routiners Bihlmayer und Braun (…des weiteren Roller, Stohp und Sieghörtner), auf Möhringer Seite Sonnenwald, Tegeltija und Chang. Nicht weniger als 47 Punkte (25:22) fielen direkt im ersten Viertel. Es roch nach einem Highscoring-game. Und genauso ging es in den zweiten zehn-Minuten weiter. Die Offense wurde groß geschrieben, wohingegen die Defense so gut wie nicht stattfand. Halbzeitstand 45:46. Ein ganz anderes Bild dann in der zweiten Halbzeit. Mit 14:11 ging der dritte Abschnitt an die SV-ler und so lag man zu Beginn des letzten Viertels mit 59:57 in Front. Die heiße Phase begann! Dank eines 7:0 Runs in den ersten vier Minuten holten die Gäste sich die Führung wieder zurück. Stand 59:64. Durch Punkte von Lukas Sipetic und Nelson Gyamerah konnte man wieder auf 64:65 (6.Minute, 4.Viertel) verkürzen. Zwei Minuten später ging man gar mit 69:67 in Führung, doch der Gegner lies sich nicht abschütteln. Dann, beim Stand von 73:71 gelang dem Ex-Tübinger Sidney Grosse-Kleimann ein ganz wichtiger und schwieriger Korbleger, bei dem er zudem gefoult wurde. Auch der Bonus-Freiwurf saß und so führten die Gäste 45 sek vor Ende der Partie mit 74:73. Ballbesitz Tübingen. Fehlwurf Tübingen, Defense-Rebound Grosse-Kleimann, der umgehend gefoult wurde um die Zeit zu stoppen. Eiskalt verwandelte der Möhringer Topscorer beide Freiwürfe zum 73:76 (aus Tübinger Sicht). Und wieder hatte man die Chance wenigstens auszugleichen, doch ein letzter Dreierversuch von Nelson Gyamerah, fand leider nicht das Ziel. Endstand 73:77.
SV 03 Tübingen:
Sipetic 15, Gyamerah 14, Eroglu 14, Agva 10, Pasios 8, Klay 5, Schindel 4, Roß 3
Die insgesamt vierte knappe Niederlage in Folge kassierten die Mannen um Kapitän Connor Roß am Sonntagnachmittag gegen die Böblingen Panthers. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Power Forward Felix Bihlmayer am Knöchel. Er wird dem Team von Trainer Manu Pasios voraussichtlich einige Wochen fehlen. Dafür feierte Nick Braun nach gut sechsmonatiger „Basketball-Abstinenz“ ein gelungenes Comeback im Trikot der Herren 2. Aber auch er konnte die unnötige 69:77-Niederlage seines Teams nicht verhindern.
Die ersten zwei Minuten der Partie verliefen ausgeglichen, dann setzten sich die Gäste erstmals auf 10:4 (5.Minute, 1.Viertels) ab. Diese Führung gaben die Böblinger bis zum Viertelende nicht mehr ab. Stand 14:18 aus Tübinger Sicht. Stark bis dahin, die beiden Ausnahmespieler in Reihen der Panthers, Illg und Shabanj mit jeweils fünf Punkten. Die ersten drei Minuten des zweiten Viertels hingegen gehörten den SV-lern. Durch schön heraus gespielte Körbe von Gyamerah, Klay und Bihlmayer ging man mit 20:18 in Führung. Doch anstatt nun weiter davon zu ziehen, ließ man zu viele gute Chancen aus. „Wir sind so viele Fastbreaks nur halbherzig gelaufen! Wir haben übers ganze Spiel gesehen bestimmt 20 Punkte liegen lassen, weil wir nicht richtig gesprintet sind!“, so Trainer Pasios über die vielen vertanen Chancen. Im weiteren Verlauf konnte sich kein Team entscheidend absetzten und so ging man mit einem knappen 3-Punkte Rückstand (33:36) in die Halbzeitpause. Nach einem sehr ausgeglichenen dritten Abschnitt, den die SV-ler mit 16:13 für sich entschieden, ging man beim Stand von 49:49 in die letzten zehn Minuten. Durch zwei Dreier von Sipetic und Bihlmayer führte man 56:54 (4.Minute), ehe sich die Böblinger die Führung wieder zurückholten und mit 60:57 (5.Minute) davon zogen. Dann waren wieder die SV-ler an der Reihe, starteten ihrerseits einen 7:2 Run zum Viertelzwischenstand von 64:62 (6.Minute). Die Antwort kam postwendend in Person von Shabanj und Mack, welche ihr Team wieder mit 68:64 in Front brachten. Es ging hin und her. Nicht weniger als sechs Führungswechsel allein in den letzten fünf Minuten der Partie. Durch zwei getroffene Freiwürfe von Nelson Gyamerah, der auf insgesamt 16 Punkte kam, konnte man noch mal auf 66:68 verkürzen. Im direkten Gegenzug punktete jedoch 2,05m-Hüne Bruce Zabukovic zum vorentscheidenden 66:70 (10.Minute). Der Drops war gelutscht! Einige Freiwürfe später stand der Endstand von 69:77 fest. Eine weitere unnötige Niederlage, die aber keinerlei Auswirkung auf den Tabellenstand der SV-ler hat. Mit zehn Siegen und neun Niederlagen belegt man weiterhin einen Platz im Mittelfeld.
SV 03 Tübingen:
Gyamerah 16, Sipetic L. 16, Bihlmayer 15, Eroglu 6, Braun 4, Klay 4, Roß 4, Schindel 2, Stohp 2
Anstatt am Samstagabend gemütlich das WALTER Tigers Heimspiel gegen Oldenburg anzuschauen, ging es für die jungen SV-ler Richtung Ludwigsburg, genauer gesagt nach Remseck, zu einem der vielen Partnervereine der BSG Ludwigsburg. So war es auch nicht verwunderlich, dass man auf eine Mannschaft traf, die aus gut ausgebildeten Spielern besteht, entspringt doch ein Großteil des Remsecker Teams der Ludwigsburger Talentschmiede. So z.B. die ehemaligen NBBL-er Metter, Danso oder von Stackelberg. Des Weiteren verfügen die Mannen um Coach Mörbe „junior“ über den vielleicht stärksten Frontcourt der Liga, mit Lischke (2,10m) und Müller (2,01m). Doch die Hinrunde verlief alles andere als zufriedenstellend und deshalb ersetzte Mörbe „junior“ seinen vom Trainerposten zurückgetretenen Vater, Hans Mörbe. Seitdem läufst bei den Remseckern. Das bekamen die SV-ler auch am Samstag zu spüren. Man war nur zu acht angetreten, ohne Agva (Familienfeier), Sieghörtner (Skifahren), Stohp (Bundesligaeinsatz !) und Roller (Bänderverletzung), beim Gegner hingegen waren alle Mann an Bord. In den ersten Minuten der Partie bestimmten die Gastgeber das Geschehen und gingen mit 9:3 (3.Minute, 1.Viertel) in Führung. Doch die SV-ler schlugen postwendend zurück, erzielten acht Punkte in Folge und so stand es zwei Minuten später 11:9 für Tübingen. Bis zur Halbzeitpause ging es genau so weiter. Hin und her, mit ständigen Führungswechseln! Erst während der letzten Spielminute der ersten Halbzeit konnten sich die Remsecker ein wenig absetzten. Halbzeitstand 29:37. Beste Tübinger bis dahin waren die beiden NBBL-er Gyamerah und Lukas Sipetic, die 17 der 29 Tübinger Punkte erzielen konnten. Dank eines überragenden dritten Viertels, besser gesagt, Dank der beiden Routiners Eroglu+Tunggul (zusammen 19 Punkte in diesen zehn Minuten!) gingen die SV-ler mit einer Drei-Punkte-Führung in die letzten zehn Minuten, hatte man doch diesen Abschnitt deutlich mit 22:11 für sich entscheiden können. War das Spiel bis dahin schon recht spannend, so entwickelte sich in den letzten zehn Minuten ein wahrer Basketballkrimi. Durch einen erfolgreichen Dreier von Lukas Tunggul lag man in der 34.Minute noch mit 57:51 in Front, drei Minuten später dann aber mit 57:58 zurück. Symptomatisch für den gesamten Spielverlauf, in dem die Führung nicht weniger als 14 Mal wechselte. Dann waren wieder die Tübinger an der Reihe und gingen durch den frech – aufspielenden Sipetic mit 61:58 in Führung, bei noch 90 Sekunden Restspielzeit. Der Sieg schien zum Greifen nahe! Doch sieben Punkte in Folge von Janis Seidemann zum Stand von 61:65 waren zu viel für die jungen Tübinger. Da waren nur noch wenige Sekunden zu spielen und so verlor man diese hochklassige Oberligapartie mit 62:68.
SV 03 Tübingen: Eroglu 18, Tunggul 16, Sipetic 13………..
Tags drauf hatte man mal wieder ein Basketballschwergewicht zu Gast in der Tübinger Uhlandhalle. Es ging gegen den Bamberger Bundesliganachwuchs (NBBL) von Trainer Ulf Schabacker. Die Breitengüßbacher gehören seit eh und je und das, Jahr für Jahr, zu den Titelkandidaten in allen Altersklassen des Jugendbereiches. Dass mit ihnen auch dieses Jahr zu rechnen ist, das zeigt schon der Blick auf den aktuellen NBBL-Kader. Mit Johannes Richter verfügen sie zudem über den besten PowerForward der gesamten Liga. Nichts hatte man zu verlieren und deshalb gab Trainer Pasios seinen Mannen nur eine Vorgabe mit auf den Weg! „Seid nicht verkrampft und habt Spaß!“ Dem war dann auch so. Zwar lagen die Gäste die gesamte Spielzeit über in Front, konnten sich aber nie entscheidend absetzten. Ob im ersten Viertel beim Stand von 10:15 (9.Minute), im Zweiten beim Stand von 30:35 (9.Minute), im Dritten beim Stand von 44:52 (10.Minute) oder auch im Letzten beim Stand von 50:59 (5.Minute), man war ständig dran. Dass es schlussendlich nicht zum Überraschungssieg reichte, lag an der eigenen Offense und der guten Dreierquote der Gäste. Nur 56 Punkte erzielten die Young Tigers, die mal wieder schmerzlichst auf Scorer Felix Sieghörtner verzichten mussten. Zudem fanden 12 von 32 (B´Güßbacher-) Versuchen von jenseits der 6,75m-Markierung ihr Ziel. Knapp 40 Prozent!
Am kommenden Sonntag steht das letzte Saisonspiel auf dem Programm, bevor es in die Playdowns geht. Gegner diesmal, das von Trainerlegende Georg Kämpf gecoachte Team aus Bayreuth.
Young Tigers Tübingen: Schiff 16, Gyamerah 13, Sipetic 13….
…so hat sich wohl unser Lukas Sipetic nach seiner 35-Punkte Gala gegen Tamm/Bietigheim gefühlt. Der 1,84m große Shooting Guard war der überragende Spieler der Partie. Ob Dreier, Mitteldistanzwürfe oder schwierigste Korbleger gegen den Mann, dem junge Reutlinger schien an diesem Tag alles zu gelingen. Vor zwei Wochen noch vom Arzt für Sportinvalide erklärt, blüht Sipetic förmlich auf, nachdem ihm ein anderer Arzt wieder das Ok gab. Doch nicht nur er sondern auch die restlichen Spieler wussten durchaus zu überzeugen. Aufbauspieler Justin Klay z.B. führte glänzend Regie und steuerte nebenbei noch 17 Punkte und etliche Assists zum 103:92 (47:46) Sieg bei. Derweil ging Defensivespezialist Connor Roß mal wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach, die da wäre, „den Gegners besten Spieler auszuschalten!“. Dies gelang nicht ganz, denn Sebastian Konradi, seines Zeichens Scoringmaschine in Diensten der Bietigheimer, kam auf insgesamt 26 Punkte. Die beiden Routiners Eroglu+Bihlmayer mischten die gegnerische Zone auf und waren immer dann parat wenn das Spiel zu kippen drohte. Dass der amerikanische Centerkoloss (Houston) des Gastgebers uns an diesem Tag wenig Kopfzerbrechen bereitete, lag vor allem an unserem russisch/kasachischen Bulldozer vom Fabrikat Schindel, Edward Schindel. Das 1,94m große Kraftpaket ging immer dahin wo es weh tut und scheute keinen Körperkontakt. Und dann waren da noch die beiden Flügelspieler Maxime Sipetic und Lenny Stohp. Beide fügten sich nahtlos ein, der eine (M. Sipetic) durch gute Defense, der andere (Stohp) gefiel in der Offense, traf hochprozentig von der Freiwurflinie und von jenseits der 6,75m-Markierung. Dass einige wichtige Akteure wie z.B. Gyamerah, Agva, Sieghörtner und Tunggul den SV-lern an diesem Tag fehlten, machte nichts aus, da der Rest groß aufspielte, teilweise über sich hinauswuchs.
Von der ersten Minute an entwickelte sich eine spannende Partie. Fast im Minutentakt wechselte Führung. Insgesamt 20 Mal(!!!). Mal legte der Gegner einen kleinen Lauf hin, dann wieder die SV-ler. Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Bietigheimer noch mit sechs (71:77) in Front. Diesen Rückstand konnte man innerhalb der nächsten zwei Minuten egalisieren durch sehenswerte Treffer von Sipetic, Bihlmayer und Klay. Stand 81:81 (9.Minute). Dann wieder Sipetic, der sein Team durch eine gelungene Offense-Aktion mit 83:81 in Führung brachte, doch im direkten Gegenzug krallte sich die Nummer 15 der Gäste, Schurr, einen Offensiverebound und schloss zum 83:83 ab. Man hatte den letzten Angriff und noch 20 Sekunden um zu scoren, doch man vergab leichtfertig und so gings in die Overtime. Jetzt begann die Sipetic-Show erst richtig! Innerhalb der ersten zwei Minuten schenkte er dem Gegner nicht weniger als acht Punkte ein. Insgesamt kamen die SV-ler auf 20 Punkte in nur fünf Minuten! Zuviel für die tapfer kämpfenden Bietigheimer, die nur auf deren neun kamen. Mit 103:92 gewann man schlussendlich diese spannende Partie.
SV 03 Tübingen: Sipetic 35, Eroglu 18, Klay 17, Bihlmayer 13, Schindel 8, Stohp 7, Roß 5, Sipetic M.
Am Samstagabend kam es mal wieder zum Duell SV 03 Tübingen – TSG Reutlingen. Diesmal jedoch mit besserem Ende für die SV-ler. Hatte man das Hinspiel in Reutlingen noch mit 58:73 verloren so entschied man das Rückspiel mit 80:56 (38:29) für sich. Gleichzeitig war es das Abschiedsspiel von „1 Monats-Verpflichtung“ Leo Zinn. Zinn, der insgesamt vier Spiele für die Herren2 bestritt, wird die nächsten 1,5 Jahre studienbedingt in China verbringen. Drei Siege (aus vier Spielen) konnte man mit ihm einfahren. Danke Leo und viel Spaß in China.
Schon vor der Partie war klar, dass die Gäste dezimiert zum Derby anreisen werden. Topscorer Makris laboriert noch seinen Muskelfaserriss aus und Centerhüne Ola Adeboyeku kehrte den Reutlingern Ende der Woche den Rücken um beim Ligarivalen KKK Haiterbach anzuheuern.
Von Anfang an ging man hochkonzentriert zu Werke und nach nicht einmal drei gespielten Minuten lag man mit 7:2 in Front. Diese Führung baute man weiter aus, so dass es zum Viertelende 21:14 stand. Im Laufe des zweiten Abschnittes schlichen sich erste kleine Fehler und Unkonzentriertheiten bei den SV-lern ein, was zur Folge hatte, dass die Gäste einen 12:3-Run starteten und so auf 29:26 (8.Minute, 2.Viertel) verkürzten. Doch dies sollte die einzige Schwächephase bleiben. Sechs Punkte in Folge vom stark aufspielenden Ibo Eroglu und schon führte man wieder mit neun Punkten Unterschied. Halbzeitstand 38:29. In den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit war es dann Centerspieler Eddy Schindel der die Gäste vor große Probleme stellte. Immer wieder gelangen ihm schön Körbe was zur Folge hatte, dass sein Team sich immer weiter absetzten konnte. Mitte des dritten Viertels waren es schon 18 Punkte Unterschied (50.32), zum Ende hin schon deren 20. Stand vor den letzten 10 Minuten, 60:40. Viel Nennenswertes passierte dann nicht mehr, außer dass sich unser „Biest“, Mahir Agva, am Knöchel verletzte. Mit 20:16 ging auch der letzte Abschnitt an die SV-ler, die sich mittlerweile zum schärfsten Verfolger des Spitzenduos Rottenburg/Haiterbach gemausert haben und auf einem hervorragenden dritten Platz stehen.
SV 03 Tübingen:
Eroglu 15, Tunggul 11, Zinn 10, Stohp 8, Gyamerah 8, Sipetic L. 6, Schindel 6, Bihlmayer 5, Klay 5, Agva 4, Roß 2
Am Sonntag hatte man die Ehre gegen den kommenden NBBL-Champion, die Basketballer von Science City Jena, anzutreten. Das Team von Trainer Frank Müller ging bisher in jedem Spiel als Sieger vom Platz und gilt als heißester Anwärter auf den NBBL-Titel. Dementsprechend locker ging man in die Partie, hatte man doch nichts zu verlieren. Zudem fehlten Chris Hoste (langzeitverletzt), Felix Sieghörtner (privat verhindert) und auch noch Mahir Agva, der sich tags zuvor in der Oberligapartie gegen Reutlingen, eine Knöchelverletzung zuzog. Auf Seiten der Gäste fehlte das BigMan-Duo Unterluggauer (2,08m)/ Mayer (2,14m) und Guard Jakob Krumbeck. So gingen beide Teams personell geschwächt ins Spiel. Doch nicht die Gäste, sondern die Young Tigers Tübingen war die Mannschaft, die in den ersten Minuten für Aktion sorgte. 9:0 stand es nach nicht einmal vier gespielten Minuten. Dann tauten die Gäste allmählich. Es entwickelte sich eine spannende Partie, die erst kurz vor Schluss entschieden wurde. Über 38 Minuten hinweg konnte sich kein Team entscheidend absetzten. Bei den Young Tigers war es eher die Mannschaft, die zu überzeugen wusste, beim Gegner, Aufbauspieler Josip Peric, der nie wirklich in den Griff zu bekommen war. Vier Minuten vor dem Ende glich Lukas Sipetic per Dreier zum 59:59 aus. Fabian Strauß brachte sein Team im direkten Gegenzug, ebenfalls per Dreier, wieder mit drei in Front. Dann war es der stark aufspielende Nelson Gyamerah, der mit einem And-one Korbleger wieder ausglich. Stand 62:62 (7.Minute, 4.Viertel). In den folgenden zwei Minuten konnte kein Team scoren. Entweder wurde die 24 sek-Regel missachtet oder die Kugel wollte einfach nicht durch den Ring. Dann die entscheidende Szene. Man verteidigte gut, zwang den Gegner zu einem schwierigen Wurf mit Ablauf der 24-sek, doch der Dreier von Nießen fand sein Ziel. Die Vorentscheidung. Zwar hatte man nochmals einige Chancen um Auszugleichen, doch die Gäste ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen und gewannen schlussendlich mit 64:69. „Wir haben an der Sensation geschnuppert und hatten Jena am Rand einer Niederlage, doch wir waren mal wieder nicht klever genug. Sehr schade! Gegönnt hätte ich es den Jungs allemal!“, so Trainer Manu Pasios nach der Partie.
Die Young Tigers Tübingen haben nun zwei Wochen Pause, bevor der nächste dicke Brocken zu Gast in der Tübinger Uhlandhalle ist. Die NBBL-er vom deutschen Serienmeister Bamberg, schärfster Konkurrent von eben jenen Jena(-nern ?).
Young Tigers Tübingen: Gyamerah 19, Sipetic 12, Schiff 10, Feldmann 8, Schindel 5, Klay 5, Stohp 3, Kretzschmar 2, Roller, Roß
Den höchsten Sieg seit dem Oberligaaufstieg im Jahr 2010 feierten die jungen SV-ler am Sonntagnachmittag im Stadtderby gegen den TV Derendingen. Mit 83:43 (39:18) wurde der Gastgeber regelrecht aus der Halle gefegt. Die beste Defense der gesamten Liga hatte somit wieder zugeschlagen. 70 Punkte im Schnitt kassieren die Mannen um Kapitän Connor Roß pro Partie in dieser Saison. Dass es im Derby gegen die Academics nur deren 43 werden sollten, damit hat vor der Partie niemand gerechnet. Allen voran nicht Trainer Manu Pasios, der zwei Stunden vor Spielbeginn eine sms von Power Forward Felix Bihlmayer mit folgendem Inhalt erhalten hatte: „…Auto kaputt. Warte auf den ADAC. Bin in München. Schaffe es nicht zum Spiel!“. Doch es sprangen mal wieder andere in die Presche, wie z.B. Rückkehrer Leo Zinn, der eine tolle Partie ablieferte und das Fehlen von Bihlmayer mehr als nur kompensierte. Mit jeweils 18 Punkten waren er und Aufbauspieler „Turbo-Tunggul“, die fleißigsten Punktesammler auf Seiten der SV-ler. Die Gastgeber hatten in Spielertrainer Sven Waigel und Guard Hansi Kienzle ihre auffälligsten Spieler. Beide kamen auf jeweils elf Punkte.
Power Forward Ibo Eroglu und Lukas Tunggul erzielten die ersten Punkte für Tübingen zum 4:0, da waren schon zwei Minuten gespielt im ersten Viertel. Vier Minuten später lag man schon mit zehn Punkten (14:4) in Front und zum Viertelende waren es dann derer zwölf. Stand 20:8. Der zweite Abschnitt verlief fast identisch und endete 19:10. Halbzeitstand 39:18. Noch war nichts entschieden und noch 20 Minuten zu spielen, deshalb mahnte Trainer Pasios in der Halbzeitansprache zur Vorsicht. Doch spätestens mit dem Ende des dritten Viertels beim Stand von 61:28 war die Vorentscheidung gefallen. In den letzten zehn Minuten passierte nicht viel. Auch dieser Abschnitt ging an die SV-ler, diesmal mit 22:15. Endstand 83:43. Alles in allem sahen die rund 150 Zuschauer ein merkwürdiges Derby. „Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Derby jemals so eindeutig zu Gunsten einer Mannschaft entschieden wurde!“, so Trainer Pasios nach der Partie. Beide Mannschaften mussten auf einen wichtigen Spieler verzichten, Derendingen auf Habib Zaher und die SV-ler auf Bihlmayer. Ansonsten waren beide Teams aber in Bestbesetzung angetreten. Daran kann es also nicht gelegen haben. „Unser Plan war es Zaher, Waigel und Kienzle aus dem Spiel zunehmen, was uns bei Waigel und Kienzle auch ganz gut gelungen ist. Dass sich Zaher im Abschlusstraining am Knie verletzt hat, ist natürlich bitter!“, so Trainer Pasios weiter. Vielleicht war das nicht-zur-Entfaltung-kommen-lassen von eben jenem Kienzle (dank Connor Roß), der Hauptgrund für den hohen Sieg. Kienzle, normalerweise Dreh- und Angelpunkt des Derendinger Spiels fand im Endeffekt nicht statt und somit geriet bei den Academics so manches ins stocken. Mit nun acht Siegen und fünf Niederlagen belegen die jungen SV-ler einen tollen vierten Platz. Nun heißt es Mund abwischen und weiter fleißig trainieren, steht am Samstag doch schon das nächste Derby auf dem Programm, diesmal gegen die TSG Reutlingen.
SV 03 Tübingen: Zinn 18, Tunggul 18, Eroglu 12, Gyamerah 10, Agva 8, Stohp 6, Sipetic 5, Klay 4, Roß 2, Schindel
Was für ein tolles Derby erlebten die rund 100 Zuschauer am Samstagnachmittag in der wieder mal viel zu kühlen Uhlandhalle (…Gruß an die Stadt!). Über 40 Minuten hinweg kämpften die jungen SV-ler leidenschaftlich und siegten so völlig verdient mit 75:62 (36:35) gegen das Starensemble des KKK Haiterbach. An diesem Tag war man den Gästen in fast allen Belangen überlegen, da halfen auch keine 27 Punkte von Al Elliot, der von Defensivespezialist Connor Roß, vor allem in Halbzeit zwei, exzellent verteidigt wurde. Unter dem Korb waren es Mahir Agva (15 Jahre), Eddy Schindel (16 Jahre), Leo Zinn und Felix Bihlmayer die den Haiterbacher Frontcourt um den Ex-Tübinger Viktor Vladov nicht zur Entfaltung kommen ließen. Auf den Guard-Positionen gefielen die beiden Lukase (Tunggul+Sipetic) mit sehenswerten Aktionen in der Offense und so war es nicht verwunderlich, dass der Sieg (…und direkte Vergleich!) diesmal an die SV-ler geht, hatte man das Hinspiel noch mit 60:70 verloren.
Von Anfang an bestimmte man das Geschehen und führte schnell mit 7:2 (4.Minute, 1.Viertel). Diesen Vorsprung baute man bis zum Viertelende weiter auf 19:12 aus. Auch in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnittes hielt man den Vorsprung, baute ihn sogar noch weiter aus. Stand 27:16. Einziges Manko bis dato, die hohe Foulbelastung! So bekamen die Gäste in den nächsten vier Minuten nicht weniger als 12 Freiwürfe zugesprochen. Dann eine Schlüsselszene kurz vor der Halbzeit. Small Forward Nelson Gyamerah verliert die Beherrschung und kassiert ein technisches Foul, gleichzeitig sein fünftes persönliches. Von da an musste Gyamerah das Geschehen von der Bank aus verfolgen, sehr zum Ärgernis von Trainer Manu Pasios. Mit der Halbzeitsirene kassierte man zudem einen BuzzerBeater Dreier von Maxim Rohn zum Halbzeitstand von 36:35. Die mitgereisten Haiterbacher Fans waren aus dem Häuschen und das Spiel schien zu kippen. Doch nicht an diesem Tag!
Verliefen die ersten Minuten der zweiten Halbzeit noch einigermaßen ausgeglichen, startete man spätestens Mitte des Viertels den Turbo und zog Dank Punkten von Sipetic, Bihlmayer und Zinn auf 56:46 (9.Minute, 3.Viertel) davon. Diesen Vorsprung gab man bis zum Ende der Partie nicht mehr her. Zwar kam der Gegner im letzten Abschnitt nochmals auf fünf Punkte heran, doch ein Dreier von Lukas Sipetic und zwei Korbleger von Felix Bihlmayer und schwup die wupps lag man wieder mit zwölf Punkten in Front. Stand 66:54. Die letzten Punkte der Partie, erzielte unser „Biest“ Mahir Agva, der das direkte Duell gegen den fünf Jahre älteren Vladov deutlich für sich entschied. Zudem gingen gefühlte 30 Rebounds auf das Konto des JBBL-Spielers. Endstand 75:62. Die Revanche war geglückt! Nächste Woche steht direkt das nächste Derby auf dem Programm, diesmal gegen die „Studis“ vom TV Derendingen.
SV 03 Tübingen: Tunggul 17, Bihlmayer 13, Agva 12, Sipetic 11, Zinn 8, Gyamerah 7, Stohp 5, Roß 2, Schindel
Tags drauf war man zu Gast in der Ludwigsburger Rundsporthalle. Es stand das ewige Derby Ludwigsburg – Tübingen auf dem Programm. Diesmal in der Nachwuchs Basketball Bundesliga – kurz NBBL. Mit 56:66 (24:32) verlor man die Partie. Grund der Niederlage war ein schwaches erstes Viertel das man mit 9:18 abgab und eine indiskutable Freiwurfquote von gerade mal 50% (24/12). Schaut man sich die Statistiken der beiden Teams genauer an, so findet man in keiner einzigen Kategorie Unterschiede, bis auf die Freiwurfquoten. „Müsste ich eine Schulnote verteilen, wäre es wahrscheinlich eine 3+!“, so Trainer Manu Pasios nach der Partie. „Nicht schlecht, aber insgesamt zuwenig um gegen Ludwigsburg zu gewinnen.“
Young Tigers Tübingen: Sieghörtner 17, Schiff 12, Gyamerah 8, Sipetic 5, Kretzschmar 4, Schindel 5, Feldmann 3, Klay 2, Stohp, Roß
Solche und ähnliche Sätze fielen in der Tübinger Umkleidekabine nach der hart umkämpften Auswärtspartie bei den Neckarsulmer Lions, welche die SV-ler mit 89:81 (40:52) für sich entscheiden konnten. Allen voran das Centerduo Agva&Eroglu und Aufbauspieler Lukas Tunggul (…der letzte Woche beim Derby gegen Rottenburg noch schmerzlichst vermisst wurde) waren an diesem Abend nicht zu stoppen. Das Trio war für insgesamt 63 der 89 Tübinger Punkte verantwortlich. Doch Matchwinner der Partie war ein anderer, bzw. andere! Erst traf Centerspieler Eddy Schindel einen BuzzerBeater mit der Sirene zum Viertelendstand von 65:69 (Ende 3.Viertel), welcher noch mal für zusätzlichen Schwung im Tübinger Team sorgte. Dann vier Minuten später traf Trainer Manu Pasios, der nach langer Zeit mal wieder seine Basketballschuhe schnürte, beim Stand von 70:76 zwei Dreier in Folge zum 76:76 (5.Min, 4.Viertel) und zu guter Letzt war es der junge Lukas Sipetic, der in den letzten Minuten der Partie Verantwortung übernahm und mit sechs Punkten in Folge dem Gegner das „Genick brach“. Nicht zu vergessen der wieselflinke Justin Klay, der gekonnt Struktur in das Tübinger Angriffspiel brachte und mit die wenigsten Fehler produzierte. „Wenn ich ehrlich bin, hätte ich niemals gedacht, dass wir das Spiel gewinnen!“, so Trainer Manu Pasios nach der Partie. Doch warum? Schließlich spielte man gegen den Tabellenletzten und jeder erwartete einen Sieg. Ganz einfach! Zum einen haben die Neckarsulmer überhaupt nichts auf dem letzten Tabellenplatz zu suchen, sondern gehören für Trainer Pasios rein vom Personal her zu den besseren Teams der Oberliga Ost. Zum anderen war man nur mit sechs Spielern angetreten ohne Roß, Kretzschmar, Bihlmayer, Gyamerah, Stohp und Sieghörtner. Im letzten Moment entschied daher Trainer Pasios seine Basketballstiefel mit einzupacken, damit man wenigstens sieben Spieler auf dem Spielberichtsbogen stehen hatte, falls man in Foulprobleme kommen sollte.
Die ersten sechs Minuten der Partie gehörten den SV-lern, besser gesagt Lukas Tunggul. Allein elf Punkte gingen bis dato auf sein Konto. Stand 19:11. Angepeitscht von rund 100 Fans fand der Gegner jedoch von Minute zu Minute besser ins Spiel und glich so kurz vor Viertelende zum 24:24 aus. Den Schwung der letzten Minuten nahmen die Neckarsulmer mit in den zweiten Abschnitt und setzten sich so immer weiter ab. Lediglich „Rookie“ Mahir Agva hielt in dieser Phase dagegen und erzielte neun Punkte in kürzester Zeit. Halbzeitstand 40:52. Mit Beginn der zweiten Halbzeit startete „Turbo-Tunggul“ den Raketenantrieb. 15 Punkte schenkte er dem Gegner bis zum Viertelende ein. Egal ob gegen einen, zwei oder sogar drei Gegenspieler. Er traf immer die richtige Entscheidung. Stand vor den letzten zehn Minuten, 65:69. Zu Beginn des Viertels war es wieder Mahir Agva, der die ersten fünf Punkte für sein Team erzielte. Stand 70:73 (3.Min, 4.Viertel). Dann schlug die Sternstunde von Trainer Pasios, der eine Minute später per Dreier zum 76:76 ausglich. Die Defense stand nun wie eine Wand. Es gab kein Durchkommen mehr für den Gegner und vorne war es Lukas Sipetic, der für die nötigen Punkte sorgte. Eine Minute vor Schluss sorgte dann Routinier Ibo Eroglu mit zwei verwandelten Freiwürfen zum Stand von 86:81 für die Vorentscheidung. Endstand 89:81.
Sv03 Tübingen: Tunggul 26, Agva 22, Eroglu 17, Sipetic 9, Pasios 9, Klay 3, Schindel 3
Irgendwann musste sie ja reißen, die Siegesserie der Herren2. Doch mit ein wenig mehr Cleverness hätte man auch dieses Spiel für sich entscheiden können, lag man drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch mit 77:69 in Front. Anstatt nun ganz ruhig die Zeit runter zu spielen, brach bei den jungen SV-lern, die diesmal auf Routinier Felix Bihlmayer verzichten mussten, die große Hektik aus. 20 Sekunden vor Ende der Partie erzielten die Möhringer in Person von SmallForward Sonnenwald den 81:81 Ausgleichstreffer. Lukas Sipetic´s letzter Wurfversuch landete leider auf dem Ring anstatt in und so ging es in die Verlängerung.
Einer war ganz heiß auf das Wiedersehen mit seinen einstigen Teamkollegen. Sidney Grosse-Kleimann, letzte Saison noch Topscorer der Young Tigers Tübingen in der NBBL, läuft seit dieser Saison wieder für seinen Heimatverein SV Möhringen auf. Der kleine quirlige Aufbauspieler war es auch, der dem Spiel im ersten Abschnitt seinen Stempel aufdrückte. 17 Punkte gingen alleine im ersten Viertel auf sein Konto. 21:33 stand es nach 10 Minuten, was vor allem daran lag, dass Grosse-Kleimann gleich zu Beginn der Partie zu Höchstformen auflief und nicht gestoppt werden konnte. Die zweiten zehn Minuten gestalteten sich sehr ausgeglichen. Auf Tübinger Seite waren es Ibo Eroglu und Nelson Gyamerah die in der Offense für Aktion sorgten, auf Seiten des Gastgebers Jacob Nägele, der alle seine Punkte in diesem Abschnitt erzielte, insgesamt fünf Stück. Halbzeitstand 37:47.
Mit einer Box-and-one Verteidigung versuchte man nun Grosse-Kleimann an die Kette zu legen. So klebte Abwehrspezialist Nelson Gyamerah fortan wie eine Klette am Ex-Tübinger, während die übrigen vier sich in einer Zoneverteidigung aufstellten.
Mit Erfolg! Der Gastgeber fand kein Mittel gegen diese ungewöhnliche Verteidigungsstrategie. Für die nötigen Punkte im Angriff sorgte nun Lukas Tunggul, der 11 seiner insgesamt 28 Punkte im dritten Viertel erzielen konnte. Stand 60:61 und noch zehn Minuten zu spielen. Angetrieben von Tunggul und Youngster Lukas Sipetic glich man nicht nur aus, sondern ging auch in Führung. Dem 66:62 (2.Minute, 4.Viertel) folgte ein 70:65 (4.Minute, 4.Viertel) und das 77:69, bei noch drei Minuten Spielzeit (siehe oben!).
In den ersten vier Minuten der Overtime konnte sich kein Team absetzten. Stand 89:87 aus Tübinger Sicht. Dann übernahm Flügelspieler Sonnenwald nochmals Verantwortung, nachdem er sein Team schon in die Verlängerung gebracht hatte, und scorte zweimal in Folge zum Stand von 89:91. Grosse-Kleimann erhöhte die Führung der Möhringer durch zwei verwandelte Freiwürfe auf vier Punkte Vorsprung zum 89:93. Die Partie schien 15 Sekunden vor dem Ende zu Gunsten des Gastgebers entschieden. Doch die jungen SV-ler gaben nicht auf. Felix Sieghörtner verwandelte acht Sekunden vor Ende einen schwierigen Dreier zum 92:93. Der erst 15-jährige Sieghörtner mausert sich, sehr zur Freude von Trainer Manu Pasios, immer mehr zum Leistungsträger der Herren2. Er kam am Ende der Partie auf starke 14 Punkte, dicht gefolgt vom 16-jährigen Shooting Guard Lukas Siepetic, der deren 12 erzielte.
Durch ein schnelles Foul konnte man die Spielzeit bei noch 5 Sekunden Restspielzeit stoppen. Freiwürfe Möhringen. Beide fanden ihr Ziel. Stand 92:95. Doch leider verfehlte ein letzter Verzweiflungswurf von Kapitän Connor Roß den Korb. Endstand 95:92.
SV 03 Tübingen:
Tunggul 28, Gyamerah 15, Sieghörtner 14, Sipetic L. 12, Eroglu 10, Roß 7, Klay 2, Schindel 2, Agva 2, Kretzschmar, Sipetic M., Stohp L.
Im zweiten Anlauf hat es direkt geklappt mit dem ersten Saisonsieg. In einer spannenden und hart umkämpften Partie behielten die jungen SV-ler die Nerven und gewannen das Derby gegen die „Studenten“ des TV Derendingen mit 62:57(21:29).
Zu Beginn der Partie sah es alles andere als gut aus, für den Tübinger Bundesliganachwuchs. Mit 8:23 ging der erste Abschnitt an die Academics. Nichts wollte in den ersten zehn Minuten klappen. Sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff war der Gegner stets einen Schritt schneller und einen Tick aggressiver. Im Laufe des zweiten Viertels fanden die SV-ler dank einer Ganzfeldzonenpresse wieder ins Spiel und konnten so den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf unter zehn Punkte reduzieren. Halbzeitstand 21:29 aus Tübinger Sicht. Das dritte Viertel stand ganz im Zeichen von Power Forward Ibo Eroglu und Small Forward Nelson Gyamerah, die einige schöne Aktionen in der Offense hatten und für 15 der 22 Tübinger Punkte in diesem Abschnitt verantwortlich waren. Stand 43:44. Mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf (Nelson Gyamerah) startete man in die letzten zehn Minuten. Stand 46:44 aus Tübinger Sicht. Dies sollte nicht der letzte Treffer von jenseits der Dreipunktelinie sein, so schickten der erst 15-jährige Felix Sieghörtner (zwei) und „Aushilfsspieler“ Julian Albus (einen) noch drei weitere Treffer von Downtown hinterher. Stand 55:47 (6.Minute, 4.Viertel). Spätestens nach einem schönen Mitteldistanztreffer von Gyamerah zur 57:47 Führung war eine Art Vorentscheidung gefallen. Zwar versuchte der Gegner noch mal alles und kam auch durch einige sehenswerte Treffer von Habib Zaher auf 59:56 heran, doch die Aufholjagd kam zu spät. Routinier Ibo Eroglu verwandelte sicher von der Linie und Julian Albus war es dann vorbehalten die letzten Tübinger Punkte zum Endstand von 62:57 zu erzielen. „Es sind zwar nicht viele Punkte gefallen, trotzdem war es ein hoch-interessantes Derby mit dem glücklicheren Ende für uns. Die Presse hat dem Gegner den Zahn gezogen und uns den Ar…. gerettet!“, so Tübingens Trainer Manu Pasios über das Spiel.
Herausragender Spieler der Partie war auf Seiten der Gäste Small Forward Habib Zaher der auf insgesamt 30 Punkte (12/17 Freiwürfe) brachte. Mit Zaher, der letzte Saison noch für die Herren 3 des TV Derendingen in der Kreisliga auf Korbjagd ging, haben die Academics den aktuellen Topscorer der Oberliga (29 Punkte pro Partie) in ihren Reihen.
Weiter geht es für den SV 03 am Samstag mit der Auswärtspartie bei der TSG Reutlingen.
SV 03 Tübingen:
Gyamerah 19, Albus 12, Eroglu 8, Sieghörtner 6, Hoste 6, Roß 5, Schindel 4, Schönbühler 2, Stohp, Klay, Sipetic L.
Tapfer gekämpft hat die „Kindergarten“-Truppe (Durchschnittsalter 17,5 Jahre) von Trainer Manu Pasios, doch am Ende hat es leider nicht zum Sieg gereicht. Zu stark war der Amerikaner in Reihen des Gegners. 36 Punkte gingen auf das Konto von Al Elliot, dem prominenten Neuzugang der Haiterbacher. Damit hat er mehr als die Hälfte der Punkte seines Teams erzielt. „Für den Haiterbacher Basketball ist Elliot ein Glücksgriff. Ohne ihn würden die wahrscheinlich sang- und klanglos untergehen in der Oberliga. Mit ihm werden die eine ordentliche Rolle spielen in der Liga“, so Tübinger Trainer.
Connor Roß, Julian Schönbühler, Ibo Eroglu, Chris Hoste und Nelson Gyamerah standen für Tübingen in der Starting-Five. Angeführt vom starken Gyamerah, der acht (von elf Tübinger Punkten) Punkte in den ersten fünf Minuten des Spiels erzielte, erspielte man sich von Beginn an eine kleine Führung. Highlight des ersten Viertels war zweifelsohne der Tip-In Dunk von Chris Hoste über den gesamten Frontcourt des Gegners, inklusive dem Ex-Tübinger Viktor Vladov. Vladov, der eher unauffällig spielte wechselte kurzfristig nach Haiterbach, da er für sich selbst dort bessere Entwicklungsmöglichkeiten sieht als in Tübingen. Mit einer 18:12 Führung gings ins zweite Viertel. Einige erfolgreiche Dreipunktewürfe unter anderem von Lucas Sipetic, Ibo Eroglu und Justin Klay prägten das Bild in diesem Abschnitt. Auf Seiten des Gegners war es, wie auch anders zu erwarten, der Ami Al Elliot der für die nötige Offense-Aktion sorgte. Halbzeitstand 33:27 aus Tübinger Sicht. Vielversprechend starteten die Young Tigers Tübingen (denn außer Ibo Eroglu stehen alle Spieler im Tübinger NBBL-Kader), in Person von „Shooter“ Connor Roß in die zweite Halbzeit. Durch einen erfolgreichen Dreier des gebürtigen Iren ging man mit 36:27 in Führung. Doch innerhalb von vier turbulenten Minuten, in denen nicht nur die Spieler sondern auch die beiden Schiedsrichter oft die falschen Entscheidungen trafen, gelang es dem Gegner sich wieder zurück ins Spiel zu kämpfen. Stand 39:39 (5.Minute, 3.Viertel). Die Halle tobte mittlerweile! Leider ließen sich die jungen Tübinger dadurch zu sehr beeindrucken und schalteten einen Gang zurück. „Das dritte Viertel hat uns das Genick gebrochen! Wir haben 30 Minuten lang gute Defense gespielt, zehn Minuten lang aber geschlafen, wobei der Elliot auch schwierigsten Würfe getroffen hat, die kaum zu verteidigen sind.“, so der Tübinger Trainer über den dritten Abschnitt, welchen man mit 29:17 abgab. Beim Stand von 50:56 startete man in die letzten zehn Minuten. Co-Kapitän Nelson Gyamerah war es der sein Team durch zwei schöne Aktionen in der Offense wieder zurück ins Spiel brachte. Stand 56:58 (4.Minute, 4.Viertel), doch der Gegner antwortete postwendend und baute den Vorsprung, diesmal in Person von Maric wieder auf acht Punkte zum 56:64 aus. Vier Minuten waren da noch zu spielen, als die Tübinger nochmals alle Kräfte mobilisierten und durch Julian Schönbühler und Chris Hoste auf 60:64 verkürzten. Doch mehr war leider für die jungen SV-ler an diesem Tag nicht drin. Mit 60:70 ging die Partie verloren, was für Trainer Manu Pasios aber nicht weiter schlimm ist. „ Die Jungs haben das ordentlich gemacht.“, lobt Trainer Pasios seine „Kindergarten“-Truppe. Am Samstag geht es für die Herren2 direkt mit dem nächsten Derby weiter, diesmal gegen die Studenten des TV Derendingen.
SV03 Tübingen:
Gyamerah 17, Hoste 12, Eroglu 9, Sipetic L. 8, Roß 7, Schönbühler 4, Klay 3, Schindel, Sipetic M. dnp, Roller dnp
Die Herren 2 verabschieden sich mit zwei Siegen aus ihrer ersten Oberligasaison und beenden somit die Runde als Tabellen-vierter. Ein großer Erfolg für die junge Mannschaft von Trainer Manu Pasios, bei der Kapitän Nick Braun mit seinen 22 Jahren schon zum alten Eisen gehört. Der Altersdurchschnitt des Teams liegt gerade mal bei 18 Jahren. „Vor der Saison haben uns leider einige wichtige Spieler der Aufstiegsmannschaft wie Falk Kapelle, Mo Doll, Moritz Heckmann oder Kevin Beck verlassen!“, so Pasios und „die freigewordenen Plätze im Team haben wir bewusst mit jungen hungrigen Talenten aufgefüllt, damit die neben der NBBL noch eine weitere Mannschaft haben wo sie auf relativ gutem Niveau Spielpraxis sammeln können!“, so der Tübinger Trainer weiter. Die Rechnung ist aufgegangen, die Mischung zwischen den „Älteren“ wie Felix Bihlmayer oder Flo Schachti und den „Jüngeren“ wie Lukas Sipetic oder Nelson Gyamerah hat einfach gepasst. Aber nun zu den letzten beiden Saisonspielen. Los ging es am Freitagabend mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenführer und Aufsteiger in die 2.Regio, dem ESV Rot-Weiß Stuttgart. Ein Spiel zwischen zwei Mannschaften bei denen es um nichts mehr ging. Dementsprechend lahm verliefen die ersten Minuten. Einzig Felix Bihlmayer wusste im ersten Viertel zu überzeugen und das nach über sechswöchiger Spielpause. Der agile Power Forward erzielte acht seiner zehn Punkte im ersten Abschnitt. Beim Stand von 16:14 ging´s ins zweite Viertel. Langsam wurde das Spiel besser, allen voran die Mannen um Kapitän Nick Braun fanden nun immer besser ins Spiel. Durch zwei Dreier von Cvitkovic und Hoste kurz vor der Halbzeitpause und einem Foul an Small Forward Nick Braun am Dreierversuch, der von drei Freiwürfen zwei traf, ging man mit einer 34:29 Führung in die Halbzeitpause. Bis jetzt lief alles wunderbar und so ging es auch weiter. Mit einem erfolgreichen Dreipunktewurfe von Centerspieler Eddy Schindel startete man ins dritte Viertel. Doch der Gastgeber schlug prompt zurück und so entwickelte sich ein hart umkämpfter Abschnitt mit besserem Ende für Stuttgart, die Punkt um Punkt aufholen konnten. 53:53 und noch zehn Minuten zu spielen. Bis zur neunten Minute konnte sich kein Team entscheidend absetzten. Die Stuttgarter lagen zu diesem Zeitpunkt hauchdünn mit 65:62 in Front. Dann schlug die Stunde vom Kapitän! Sechs Punkte in Folge erzielte Nick Braun innerhalb von einer Minute und brachte sein Team somit wieder in Front. Stand 68:65 (9.Minute). Dem Gegner blieb nichts anderes übrig als uns zu foulen um die Zeit zu stoppen, doch Schachtschneider und Co. waren cool genug, sich dieses Spiel nicht mehr nehmen zu lassen. Einige Freiwurftreffer später stand der 73:67 Erfolg fest, sehr zur Freude der mitgereisten Tübinger Fans.
Weiter ging es am Sonntag mit dem letzten Saisonspiel, diesmal in Rottenburg. Für Rottenburg ging es um Alles. Gewinnt Rottenburg spielen sie auch nächstes Jahr in der Oberliga, verlieren sie, heißt es nächste Saison Landesliga anstatt Oberliga. Und so kam es leider auch. Der SV03 entschied das Derby mit 80:72 (nach Verlängerung) für sich. Somit wird es nächste Saison leider kein Derby mehr zwischen den beiden befreundeten Mannschaften geben, was sehr Schade ist. Das war´s mit der Saison 2010/2011. Ein großer Dank gilt unseren treuen Fans die uns immer zuhause und oft auch bei Auswärtsfahrten unterstützt haben. Danke!
Mit einem nicht zu erwartenden Auswärtssieg im Gepäck kamen die Oberligaspieler des SV 03 Tübingen am späten Samstagabend aus Konstanz zurück. Auf insgesamt 6 Leistungsträger (Grosse-Kleimann, Albus, Cvitkovic, Bihlmayer, Mayer-Hübner und Aichele) musste Trainer Manu Pasios verzichten und so machte man sich nur zu sechst auf die Reise Richtung Bodensee. „Wir haben überhaupt nichts zu verlieren, also lasst uns frei aufspielen und Spaß an der Sache haben!“, waren die letzten Worte von Trainer Manu Pasios an sein Team, Sekunden vor dem ersten Hochball. Während der ersten Minuten der Partie wirkten beide Teams noch sehr unsicher in ihren Aktionen. 4:4 stand es somit nach fünf gespielten Minuten im ersten Viertel. Doch von Minute zu Minute wurde die Partie besser. 13:11 lag man wenige Sekunde vor Ende des ersten Abschnittes in Front, als Kapitän Nick Braun mit der Viertelsirene einen BuzzerBeater zum 15:11 traf. Diese Führung konnte man über weite Strecken des zweiten Viertels verwalten, sogar leicht ausbauen (29:21, 8.min, 2.Viertel). Doch durch einen 9:0 Run innerhalb von einer Minute konnte der Gastgeber praktisch mit der Halbzeitsirene zum 29:29 ausgleichen. Schon zu diesem Zeitpunkt war Trainer Pasios verwundert über den ausgeglichenen Spielverlauf, lief der Gegner doch mit einigen ProB-Spielern wie z.B. Osterwalder oder Raschka auf. „Genauso weitermachen!“, war die einzige Ansage vom Tübinger Trainer in der Halbzeitpause an sein Team. Und genauso ging es weiter, es wurde sogar noch besser. Allen voran der erst 16-jährige Lukas Sipetic sorgte für mächtig viel Aktion im Tübinger Angriff. Er kam auf insgesamt 23 Punkte und avancierte somit völlig überraschend zum Topscorer der Partie. Mit einer 53:45 Führung ging es in den letzten Abschnitt. Der Gastgeber versuchte nochmals alles um den Spieß um-zudrehen, doch ohne Erfolg. Aufbauspieler Flo Schachtschneider, welcher die ganze Partie durchspielen musste, behielt auch im letzten Abschnitt die Nerven, trotz Ganzfeldpresse des Gegners. „Er hat ein tolles Spiel abgeliefert, keine Fehler gemacht und gekonnt Regie geführt!“, so Trainer Pasios über seinen PointGuard. Doch Sipetic und Schachtschneider waren nicht die einzigen Spieler im Tübinger Dress, die überzeugen konnten. „ Alle Sechs sind weit über sich hinausgewachsen! Nur so war es möglich hier zu bestehen!“, so der Tübinger Trainer weiter. Schlussendlich gewann man die Partie mit 68:62 und ist somit sechster punktgleich mit dem TV Konstanz, der auf Platz fünf der Oberligatabelle steht. Am Freitag geht es für die SV-ler weiter, wieder mit einem Auswärtsspiel diesmal beim Tabellen-ersten, Rot-Weiß Stuttgart.
SV03 Tübingen: Sipetic 23 (4 Dreier), Braun 18, Schachtschneider 11, Eroglu 7, Hoste 6, Schindel 3
Am Anfang dominierend, dann eingebrochen, schon fast K.O. gewesen und doch noch gewonnen. So könnte man den Spielverlauf in einem kurzen Satz zusammenfassen. Was sich am Sonntagabend in der Uhlandhalle abspielte, war nichts für schwache Nerven. Nachdem man in den Anfangsminuten der Partie klar überlegen war und mit über zehn Punkten in Führung lag, schlichen sich erste Unkonzentriertheiten ein, die dafür sorgten, dass der Gegner (Neckarsulm) immer besser in Schwung kam. Mit einer 21:17 Führung ging´s ins zweite Viertel. Bis zur Halbzeitpause konnte man den Vorsprung halten, sogar minimal auf fünf Punkte ausbauen. Halbzeitstand 40:35. Anstatt die Führung im dritten Viertel weiter auszubauen, war erstmal kollektives Schlafen angesagt. So war es nicht verwunderlich, dass die Neckarsulmer plötzlich mit fünf Punkten (51:56, Ende 3.Viertel) in Front lagen. Auch in den ersten fünf Minuten des letzten Abschnittes tat man sich schwer. Nichts wollte mehr durch den Ring fallen und der Gegner punktete nach belieben, selbst deren schwierigste Würfe fanden meist ihr Ziel. Mit 14 Punkten lag man fünf Minuten vor Schluss zurück als Trainer Pasios zur letzten Auszeit bat. Mit einer 1-2-1-1 Zonenpresse versuchte man nochmals zurück ins Spiel zukommen. Mit Erfolg! Die erfahrenen und bis dato souverän - agierenden Neckarsulmer wurden nervös und produzierten Turnover über Turnover. Die SV-ler hingegen witterten wieder ihre Chance und so wurde der Rückstand Punkt um Punkt aufgeholt. Eine Minute vor Schluss erzielte Power Forward Ibo Eroglu den viel umjubelten 75:75 Ausgleichstreffer. Ballbesitz Neckarsulm, welcher aber in nichts Zählbares verwertet wurde. Ballbesitz Tübingen. Geduldig wurde die 24 sek-Shootclock heruntergespielt, der Ball landete schlussendlich bei Nick Braun, der aussichtsreicher Position den Ball Richtung Korb wurf, leider aber verfehlte. Ein schnelles Foul musste her um die Zeit zu stoppen. Bei noch knapp 23 sek. Spielzeit ging der Gegner an die Linie. Der erste Wurf ging daneben, der zweite rein. Spielstand 75:76. Ballbesitz Tübingen. Geduldig wurde die Uhr wieder runtergespielt, dann der Pass auf Julian Albus, der direkt abdrückte, aber leider nicht traf. Doch irgendwie landete der Ball in den Händen von Nick Braun, der direkt weiterpasste, wieder zu Julian Albus, der wiederum nach schöner Wurftäuschung und einem schnellen Dribbling 2 sek. vor Ende der Partie zum finalen, letzten Wurf ansetzte und traf…!
So gewannen die Herren2 ihr letztes Heimspiel etwas glücklich aber verdient mit 77:76 gegen das starke Team aus Neckarsulm. Überragender Man auf Seiten der Tübinger war Nelson Gyamerah mit einer Saisonbestleistung von 25 Punkten. Doch nicht nur in der Offense konnte der 17-Jährige überzeugen, auch in der Verteidigung kämpfte Gyamerah aufopferungsvoll.
SV03 Tübingen: Gyamerah 25, Albus 15, Schachtschneider 14, Eroglu, Braun 9, Sipetic, Schindel, Maibom, Aichele, Hoste
Nichts zu holen gab es für die Herren2 am Samstagabend beim Auswärtsspiel in Remseck, doch anstatt nach dem Spiel die Köpfe hängen zu lassen wegen der 20-Punkte Niederlage (62:83), die man soeben erlitten hatte, machte sich der sieben-Mann Tross gut gelaunt auf den Heimweg nach Tübingen. Von Anfang an war klar, wer hier heute als Sieger vom Platz gehen würde, denn ohne Julian Albus, Denis Cvitkovic, Sidney Grosse-Kleimann, Falco Mayer-Hübner und Felix Bihlmayer fehlten dem Tübinger Team fünf Leistungsträger. Dafür war nach gut zweimonatiger Verletzungspause Eddy Schindel mit von der Partie, der direkt mit einem „Inyourface“- Dreier auf sich Aufmerksam machen konnte. Doch der Reihe nach. Die 2-3 Zone stand von Anfang bombensicher, so zwang man den Gegner oft zu falschen Entscheidungen. Wir hingegen kamen ein ums andere Mal zu leichten Körben, vor allem durch Nelson Gyamerah und Nick Braun. Viertelstand 20:16 für uns. Während der ersten Minuten des zweiten Abschnittes konnten wir den Vorsprung sogar noch weiter ausbauen, diesmal waren es Flo Schachtschneider, Eddy Schindel und wieder der 17-jährige Gyamerah die Verantwortung im Angriff übernahmen. Stand 27:21(4.Minute). Doch der Gegner, sichtlich genervt von unserer guten Laune, machte nun Ernst. Eine 2-2-1 Zonenpresse sollte nun dafür Sorgen, dass Tübingen untergeht. Soweit kam es aber nicht, noch nicht! 34:36 lag man kurz vor der Halbzeitpause zurück, dann traf der Remsecker Mörbe per Buzzer zum 34:39 Halbzeitstand. Eine Halbzeit war gespielt und man lag nur mit fünf Punkten zurück! „Wir werden hier heute als Sieger vom Platz gehen!“, schwor Trainer Pasios seine Spartiaten ein letztes Mal kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit ein. Doch nichts da! Es kam natürlich anders. Ein ums andere Mal gelang es dem Gegner nun die Tübinger Mauern zu durchbrechen. Trainerschlitzohr Mörbe hatte anscheinend den richtigen Schlachtplan ausgepackt um uns zu besiegen, denn das dritte Viertel ging mit 8:23 verloren und so lag man zu Beginn des letzten Abschnittes mit 42:62 zurück. Nach ausgeglichenem letzten Viertel (20:21) verließ man als stolzer Verlierer den Platz und verschwand gut gelaunt in den Remsecker Katakomben. Eine Niederlage die völlig in Ordnung geht und im Endeffekt von vorneherein feststand.
SV03 Tübingen: Gyamerah 17, Braun 15, Eroglu 11, Schachtschneider 8, Aichele 6, Schindel 5