In einer spannungsgeladenen Partie gelang dem SV der nächste Coup. Die heimstarken, in Bestbesetzung angetretenen Kronberger wurden von den Tübingern verdient mit 88:86 geschlagen und die Serie auf 10:3 Siege ausgebaut.
Auch Tübingen trat in Bestbesetzung an, obwohl Tom Klemm aufgrund einer Zahn-OP die ganze Woche nicht trainiert hatte. Auf dem sehr glatten Hallenboden entwickelte sich von Anfang an ein spannendes Spiel. Kronberg verteidigte häufig mit einer Zone, Tübingens Distanzschützen trafen und erzielten im ersten Viertel bereits 4 Dreier zur 22:21 Viertelführung.
Bis zur Pause hatte Pi Unger bereits 4 Dreipunktwürfe versenkt, die Kronberger ihrerseits spielten immer wieder ihren Center Rose geschickt an, der insgesamt 20 Punkte scorte und nur schwer zu stoppen war. Der Pausenstand von 41:39 für Tübingen verhieß eine enge Partie.
In der zweiten Halbzeit stieg die Intensität in der Verteidigung der Tübinger, dies zahlte sich aber erst im letzten Viertel aus. Aus einem 64:67 Rückstand machten Tom Klemm und Max Kochendörfer im Alleingang eine 74:67 Führung und erstmals kam das Gefühl auf, einen Auswärtssieg landen zu können. Die Führung wurde bis 2 Minuten vor Schluss zum 81:75 gehalten, danach ging allerdings erst mal nichts mehr.
Angeführt von ihrem Amerikaner Comick scorte Kronberg 8 Punkte in Folge und lag zum Entsetzen der Tübinger 1 Minute vor Schluss mit 83:81 in Front. Einmal mehr zeigte dann Tom Klemm seine Klasse. Klemm schoss Comick einen Dreier mit Foul mitten ins Gesicht, wie Basketballer zu sagen pflegen und brachte den SV wieder 85:83 in Front. Postwendend erzielte Comick seinen nächsten Wahnsinnsdreier und Tübingen war wieder in Zugzwang. Aber der nächste Go To Guy Tübingens war zur Stelle. Eiskalt netzte Max Kochendörfer einen Schuss von der Baseline zum 87:86 ein. Kronberg hatte noch einen Angriff, die Tübinger verteidigten gut, ließen nur noch einen Notschuss zu, Max Kochendörfer sicherte sich den umkämpften Rebound und traf danach bei 0,4 Sekunden Spielzeit noch einen Freiwurf zum 88:86 Endstand. Kronberg konnte mit der Restzeit nichts mehr anfangen.
Überragend wieder einmal Tom Klemm mit einem gefühlten Triple Double von 25 Punkten, 8 Rebounds und 8 Assists und der am Ende kaltschnäuzige Max Kochendörfer mit 16 Punkten.
SV: Unger 12, Dieterle 5, Ivandic 5, Bösing 4, Kochendörfer 16, Tom Klemm 25, Ahlendorf, Pidi Klemm 13, Kronhardt 8
Stehende Ovationen der 200 Zuschauer und glückliche Gesichter der Tübinger Spieler gab es nach dem 79:76 Sieg über den Aufstiegsfavoriten Holidaycheck Baskets Konstanz. Zum Schluss wurde es unnötigerweise nochmals eng, die Freiwurfquote war unterirdisch, aber die Konstanzer schafften glücklicherweise den Ausgleich nicht mehr.
Mit nunmehr 11 Siegen und 11 Niederlagen stehen die Tübinger richtig gut da, nach 10 Spieltagen lautete die Bilanz im Spätherbst 2:8, danach kam eine 9:3 Serie, die zeigt, dass das Tübinger Team an guten Tagen jeder Mannschaft paroli bieten kann.
Die letzten Spiele waren meist Tom Klemm und Andi Kronhardt für die Siege mitverantwortlich, gestern waren es hauptsächlich Jan Bösing und Max Kochendörfer, die den SV in wichtigen Phasen auf die Gewinnerstraße brachten. Jan Bösing mit 7 Rebounds,12 Punkten, einer guten Spielorganisation und viel Herzblut und Max Kochendörfer mit 19 Punkten, die er fast alle in wichtigen Phasen der zweiten Halbzeit scorte.
Das erste Viertel gehörte den Gästen aus Konstanz, die kaltschnäuzig und abgezockt ihre Chancen nützten, Michael Lay allein machte 16 Punkte im ersten Viertel und so führten die Mannen vom Bodensee mit 25:20.
Im zweiten Viertel kümmerten sich dann Marius Dieterle und Jan Bösing abwechselnd um den Starspieler der Konstanzer und bekamen diesen gut in den Griff. Erst in den letzten Minuten des Spiels lief er dann nochmals zu großer Form auf, bis dahin wurde er auch mit Hilfe der Big Man gut kontrolliert.
Offensiv fiel vor allem Pi Unger auf, der einige wichtige Dreier einstreute und so den Rückstand nicht zu groß werden ließ. 36:42 war der Halbzeitstand aus Sicht der Heimmannschaft und es war klar, dass der SV eine Schippe drauflegen müsste, um die Konstanzer zu bezwingen.
Und genau dies tat der SV: Bissig und schnell mit perfekten Rotationen in der Defense waren Tom und Pidi Klemm, die keinen freien Wurf mehr zuließen und den Konstanzern ein ums andere mal den Ball stahlen. Wenn Lay und Thiam doch bis unter den Korb kamen, stand Andi Kronhardt perfekt in der Hilfe und griff die Rebounds ab. Vorne übernahmen Max Kochendörfer und Jan Bösing das Kommando und so ging das Viertel mit 20:9 an Tübingen, der Zwischenstand war nun 56:51.
Im letzten Viertel kämpften die SV`ler weiter und konnten den knappen Vorsprung halten, 3 Minuten vor Schluss sahen sie bei 9 Punkten Vorsprung schon wie der sichere Sieger aus, aber ein paar schnelle Dreier von Lay und Thiam und viele vergebene Feiwürfe der Tübinger gaben den Konstanzern noch die Chance zum Ausgleich in den letzten Sekunden.
3 Sekunden hatten sie noch Zeit für einen Korbversuch, doch die Tübinger passten auf, Andi Kronhardt ging beherzt dazwischen und der Jubel konnte beginnen.
SV: Eppler, Unger 13, Dieterle 3, Ivandic 3, Bösing 12, Moreira, Kochendörfer 19, Tom Klemm 12, Ahlendorf, Pidi Klemm 11, Kronhardt 6
Konstanz: Lay 30, Thiam 21

Max Kochendörfer mit einem Top-Spiel am Sonntag
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Andi Kronhardt

Tom Klemm

Zocki Ivandic
Das Spiel am Sonntagabend bei den Panthers Schwenningen ging deutlich mit 58:79 verloren. Zu schlecht verlief die Trainingswoche, einige Spieler waren privat verhindert, andere krank,. sodass die Tübinger zwar komplett antreten konnten, aber sich in dieser Zusammenstellung die ganze Woche über nicht sahen.
Denkbar schlechte Voraussetzungen, um beim Mitaufstiegsaspiranten bestehen zu können. Schnell lag man mit 1:10 im Hintertreffen, es dauerte bis ins zweite Viertel, bis die Tübinger ins Spiel fanden. Im zweiten Viertel dann die beste Zeit von Tom Klemm und Marius Dieterle, die einige sehenswerte Dreier einnetzten, assistiert von einer guten Verteidigung des Centers Andi Kronhardt. Zur Pause betrug der Rückstand beim 35:42 nur 7 Punkte, klar war aber, dass eine Leistungssteigerung her musste, um bestehen zu können.
Der Start in die zweite Halbzeit verlief dann aber denkbar ungünstig, kaum ein Ball fand mehr den Weg in den Schwenninger Korb. Diese ihrerseits spielten eine harte Defense, erzwangen viele Ballverluste der Tübinger und die überragenden Schwenninger Blake Prince Young und Malte Kramer waren von der schwächelnden Defense der Tübinger nicht mehr zu kontrollieren. Kontinuierlich bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus und vor dem letzten Viertel war die Führung bereits auf 20 Punkte angewachsen und das Spiel aus Tübinger Sicht verloren.
Diese gaben zwar nicht auf und kämpften engagiert weiter, an diesem Tag aber war nichts mehr zu holen. Enrico Ahlendorf spielte ein gutes letztes Viertel, der Vorsprung konnte aber bis zum Endstand von 58:79 nicht mehr reduziert werden.
Jetzt gilt die ganze Kraft und Konzentration der Tübinger dem anstehenden Topspiel gegen Konstanz. 92:48 hieß es im Hinspiel für Konstanz, eine Frage der Ehre für Tübingen am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr in der Uhlandhalle!
Nach dem ersten Viertel beim Stand von 10:28 aus Tübinger Sicht sah es alles andere als gut aus. Der Mainzer Ilja Ickert hatte 16! der ersten 18 Punkte seiner Mannschaft gescort, darunter 4 Dreier. Ungläubiges Staunen der 200 Zuschauer und die Frage, wie und ob die Tübinger Jungs noch ins Spiel kommen würden.
Und sie kamen! Weg mit Zone und Presse, dafür knallharte Manndeckung war das Rezept, das griff. Eine Aufholjagd wurde gestartet, an der alle Spieler ihren Anteil hatten. Nach 7 Minuten im zweiten Viertel war der Rückstand beim 31:39 auf 8 Punkte geschrumpft. Danach machten die Mainzer bis zur Halbzeit keinen Punkt mehr, die Tübinger Jungs deren 15, darunter einen Dreier aus 7 Metern mit der Halbzeitsirene von Pi Unger. Mit 36:11 ging dieses Viertel an Tübingen und diese führten somit zur Halbzeit mit 46:39.
Und die Jungs um Max Kochendörfer gaben im dritten Viertel nicht nach. 6 Dreier versenkten Tom Klemm, Pi Unger und Andi Kronhardt, die Mainzer um den gut spielenden Andi Hornig (22 Punkte, 17 Reb.) wurden mit 30:20 demontiert. 76:59 stand es vor Beginn der letzten 10 Minuten, die Stimmung auf den Rängen unter den Augen von Tigerscoach Igor Perovic war gut.
Das letzte Viertel war geprägt von Kampf, von Defense, die Mainzer versuchten alles, nochmal ins Spiel zurück kommen, schafften es aber nicht mehr, den Rückstand auf unter 10 zu drücken.
Die Heimmannschaft spielte solide zu Ende und gewann am Ende hochverdient mit 91:81. 5 Spieler der Tübinger scorten zweistellig, ein deutliches Indiz für den Teambasketball, den die Jungs von Trainer Claus Sieghörtner mittlerweile verinnerlicht haben.
SV: Unger 19, Dieterle, Ivandic 13, Meyer-Hübner 1, Kochendörfer 16, Tom Klemm 22, Ahlendorf, Pidi Klemm 8, Kronhardt 12
Die Regionalligabasketballer haben einen großen Auswärtssieg gelandet. Bei dem Pro-A-Ableger der Karlsruher, dem TV Rastatt, gewannen die Tübinger deutlich und in der Höhe verdient mit 93:73.
Groß war der Jubel der Tübinger Mannschaft und seines Anhanges (Pi`s Opa und Marius und Max Vater auf der Rückreise von Berlin!) nach dem Spielende. Dank einer engagierten Leistung der gesamten Mannschaft und eines überragenden Tom Klemm (34(!) Punkte, 5 Assists) wurde nach dem Spiel ausgelassen gefeiert. Das Geburtstagkind Pidi Klemm ließ man hochleben, auch er bot offensiv eine gute Leistung (8 Treffer von 11 Versuchen) bis zu seinem foulbedingten Ausscheiden 7 Minuten vor Ende der Partie.
Von Beginn an merkte man den Tübingern an, dass sie nach bisher zwei Auswärtssiegen bei den eher schwachen Teams aus Ober-Ramstadt und Frankfurt einen richtigen Coup in der Fremde landen wollten.
Hochkonzentriert über das gesamte Spiel, mit einer 8-Mann Rotation, das war das Rezept, um die Rastätter zu schlagen. Und weitestgehend funktionierte das. Die Großen Kronhardt, Klemm und Duku setzten sich immer wieder gut in Szene und kämpften während der gesamten Partie vorbildlich gegen die lange Garde der Gegner. Den Top-Rebounder der Liga, Mathias Hurst, hielt man auf einem Season-Low von 6 Rebounds.
In der Offensive wurden die Körbe meist schön herausgespielt und selbstlos der besser postierte Mitspieler gesucht. In der Viertelpause stand es 23:18, nach 20 Minuten 44:32 für Tübingen.
Auch in Halbzeit 2 ließen die Jungs um Jan Bösing nicht nach und blieben weiter ihrer Linie treu. 8 Punkte in Folge von Tom Klemm, darunter 2 weite Dreier brachten die 59:44 Führung für Tübingen.
Als die Rastatter im letzten Viertel auf 63:69 verkürzten, drohte es nochmals eng zu werden. Aber auch aus dieser gefährlichen Situation befreiten sich die Tübinger dank Tom Klemm. Neun der nächsten zwölf Punkte der Tübinger scorte der gebürtige Österreicher und die Führung wuchs dabei wieder auf beruhigende 14 Punkte zum 81:67 an. In den letzten 5 Minuten war dann die Gegenwehr der Rastatter gebrochen, die Tübinger setzten noch Sascha Eppler und Enrico Ahlendorf ein und kamen zum hochverdienten 93:73 Auswärtssieg.
SV: Eppler 2, Unger 5, Dieterle 5, Bösing 3, 6 Reb., Tom Klemm 34, Kochendörfer 7, Ahlendorf, Pidi Klemm 18, Kronhardt 9, 7 Reb., Duku 10
Mit 77:60 gewann der SV 03 am Samstagabend nach einem guten Spiel gegen eine robuste Trierer Mannschaft und kann sich nun weiter nach oben orientieren.
Die Moselstädter starteten stark und führten schnell mit 6:0, die Tübinger mühten sich, kamen aber gegen die sehr schnellen und körperlich starken Spieler aus Trier anfangs nicht zurecht. Nach dem ersten Viertel stand es 16:13 für Trier und es dauerte weitere 5 Minuten bis Trainer Sieghörtner die passende Verteidigung für dieses Spiel herausgefunden hatte. Nach verschiedenen Zonen-Press-Deckungen war an diesem Tag Manndeckung angesagt. Und zwar knallhart auf den kleinen Positionen und variabel bei den Großen.
Pi Unger setzte die Trierer Aufbauspieler so unter Druck, dass diese immer wieder zu Fehlern gezwungen wurden, Tom Klemm las aufmerksam die Laufwege und stand immer wieder richtig und wenn ein Wurf der Trierer daneben ging war meist Andi Kronhardt mit dem Rebound zur Stelle.
Verteidigung vom Feinsten machte aus einem 22:27 Rückstand eine 35:29 Führung zur Halbzeit.
In Halbzeit 2 das genau gleiche Bild. Vorbildliche Verteidigung auf Seiten der Hausherren, die kaum einfache Punkte zuließ und vorne wurde der Ball gut laufen gelassen. Max Kochendörfer behielt den Überblick, Pi Unger setzte gekonnt die Mitspieler in Szene und Andi Kronhardt traf aus allen Lagen. 57:42 stand es vor dem letzten Viertel und auch in diesem kamen die Trierer nicht mehr auf.
Beim 69:50 vier Minuten vor Schluss war das Spiel gelaufen, bemerkenswert dass die Wechselspieler den Vorsprung locker hielten, Enrico Ahlendorf scorte sogar noch drei mal bei drei Versuchen und sorgte damit für gute Laune bei den Zuschauern.
SV: Eppler, Unger (11 Pkt., 6 Ass., 4 Steals), Dieterle 2, Bösing 3, Tom Klemm 8, Kochendörfer 9, Taveira, Ahlendorf 6!, Pidi Klemm 14, Kronhardt (20 Pkt., 17 (!) Reb.), Duku (4 Pkt., 6 Reb.)
Enttäuschung bei den SV-Basketballern über die 78:87 Niederlage bei den White Wings aus Hanau. Das Ergebnis von 78:87 sieht zwar nicht so schlecht aus, es wäre aber durchaus ein Sieg möglich gewesen. Über weite Strecken des Spiels wackelte die Heimmannschaft nämlich gewaltig und war sich seiner Sache überhaupt nicht sicher.
Die vorgezogene Zonenverteidigung der Tübinger brachte die Hanauer ein ums andere Mal in Bedrängnis und erzwang viele einfache Ballverluste. Einzig Kapital daraus schlagen konnten die Tübinger nicht wirklich. Zu viele Fehler ihrerseits brachten die Hanauer immer wieder ins Spiel und zum Ende hin auch relativ leicht zu einer komfortablen Führung.
Zur Halbzeit stand es unentschieden 35:35, nach drei Vierteln 56:56 und als man schon das Gefühl bekommen konnte, dass in Hanau ein Auswärtssieg durchaus möglich wäre, begann eine unerklärliche offensive Schwächephase. Aus einem 66:67 Rückstand machten die Hanauer bis 2 Minuten vor Schluss eine 78:67 Führung, erst danach trafen die Tübinger wieder den Korb. Und zwar nur noch in Form von Pi Unger, der die letzten 11 Punkte der Tübinger ganz allein scorte! Darüber war er aber auch nicht wirklich glücklich, denn auch sein Offensivmotor sprang zu spät an. Die Dreierquote 3 von 22 ( 10 % Trefferquote) ohne Ungers drei Dreier am Ende war viel zu wenig, um als Sieger aus diesem Spiel hervorzugehen.
Nächsten Samstag um 20 Uhr gegen Trier werden die Jungs um Kapitän Jan Bösing aber alles daran setzten, nach 2 Niederlagen wieder einen Sieg einzufahren.
SV: Unger 24, Dieterle 12, Ivandic 3, Bösing 2, Meyer-Hübner, Kochendörfer 5, Ahlendorf 2, Klemm 15, Kronhardt 13, Duku 2
Saarlouis war am Sonntag Abend in der gut gefüllten Uhlandhalle vor 250 Zuschauern die bessere Mannschaft und gewann hochverdient mit 89:75 gegen eine Tübinger Mannschaft, die nicht an die Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen konnte.
Einige ausschlaggebende Punkte für die Niederlage an diesem Tag waren sicher die schwache Wurfquote der Tübinger (37 zu 49 %), die viel zu vielen Ballverluste (19) und gleichzeitig die wenigen Assists (8). Das ganze Spiel über war der SV auf der Suche nach seiner Topform, aber es gibt Tage, an denen dies einfach nicht gelingen will.
Schon der Start war nicht so, wie man es sich als Zuschauer wünscht. Zu lange brauchten Jan Bösing und Co., um ins Spiel zu finden, nach 5 Minuten stand es 2:7. Viele Fehlwürfe waren vorausgegangen, danach kämpften sich die Hausherren aber ins Spiel und bis zur Viertelpause war der Rückstand wettgemacht und in eine 17:16 Führung umgewandelt.
Dies lag aber auch an den bis zu diesen Zeitpunkt schwach spielenden Gästen aus Saarlouis in Form ihrer beiden amerikanischen Topstars, was sich aber ab dem zweiten Viertel ändern sollte. Ab da übernahmen diese das Kommando und führten ihre Mitspieler langsam auf die Siegerstraße. Tübingen mühte sich redlich, verzettelte sich aber zu oft in Einzelaktionen, die selten erfolgreich waren, sondern oft in Ballverlusten oder erzwungenen Würfen endeten. Saarlouis hingegen spielte defensiv clever, ließ die Tübinger nicht zum Korb kommen und profitierte von der schlechten Trefferquote der Heimmannschaft. 32 : 36 zur Halbzeit war zwar noch nicht hoffnungslos, einiges hätte sich aber ändern müssen in Durchgang 2.
In dieser zeigten dann die beiden Ausnahmekönner aus Saarlouis ihr Potential. Grundsolide in ihren Aktionen, ohne jeden Fehler spielend, setzten Reid (20 Punkte, 9 Rebounds, 8 Assists, 4 Steals) und Easterling (26 Punkte, 4 Assists) auch noch ihre Mitspieler gekonnt in Aktion und so wurde das Team aus Saarlouis in der zweiten Halbzeit immer stärker.
Die Tübinger dagegen verkrampften, besannen sich in der Offensive nach wie vor nicht auf ihr Teamspiel und die Würfe wollten einfach nicht fallen. Wechselnde Verteidigungsvarianten brachten zwar kurzfristig immer wieder Erfolge in der Abwehr, vorn konnten diese Ballgewinne aber nicht in zählbaren Erfolg umgewandelt werden.
Von 47 : 54 zog Saarlouis auf 47 : 62 Anfang des letzten Viertels davon und Tübingen schaffte es von da an nicht mehr, den Vorsprung auf unter 10 Punkte zu drücken. Alle Bemühungen halfen nichts, die Gäste gaben den Sieg nicht mehr aus der Hand und spielten routiniert zum 89:75 zu Ende.
SV 03 Tübingen: Eppler (dnp), Unger 13, Dieterle, Bösing 7, Meyer-Hübner, Kochendörfer 13, Tom Klemm 13, Ahlendorf (dnp), Pidi Klemm 3, Duku 11, Kronhardt 15 (12 Reb.)
Nach 10 Minuten stand es 24:4 für Tübingen und allen war klar, dass diese Frankfurter Mannschaft gegen Tübingen nicht den Hauch einer Chance hat. Zum Schluss stand es 80:44 und bedeutete den höchsten Tübinger Saisonsieg.
Die äußeren Umstände aufgrund der Wetterlage waren prekär, deswegen machte sich der Tübinger Tross sehr früh auf die Reise in das Hauptquartier der Frankfurt Skyliners. Mit im Gepäck: Zahnbürste und Zahnpasta für eine eventuelle Übernachtung, die aber dann zum Glück nicht stattfinden musste.
Das Vorspiel bestritt die Pro-B-Mannschaft der Skyliners gegen Stahnsdorf mit dem Ex-Tübinger Tim Modersitzki – die Skyliners gewannen und 2 der Spieler, Manuel Imamovic und Jan Novak wechselten danach das Trikot, um in der Regionalligamannschaft mitzuspielen.
Highlight für Tübingen war, dass in der vereinseigenen Trainingshalle der Skyliners gespielt wurde, eine 3-fach Turnhalle mit 1000 Zuschauern Fassungsvermögen – wobei die meisten Spieler der Bundesligamannschaft und der gesamte Trainerstab während des Pro-B-Spiels anwesend war und einige auch die erste Halbzeit des Regionalligaspiels anschauten.
Zu sehen bekamen sie eine furios startende Tübinger Mannschaft, einen Pi Unger, der im ersten Viertel 3 Dreier einnetzte und einen Tom Klemm, der durch seine abgeklärte Art zu spielen sehr schnell dem Talentschuppen der Frankfurter die Grenzen aufzeigte.
Im zweiten Viertel war es dann Max Kochendörfer, der mit 10 Punkten (davon 2 Dreier) die Frankfurter auf Abstand hielt. Trainer Sieghörtner hatte zur Pause allen 9 Spielern bereits längere Einsatzzeiten gegeben und so konnte man beruhigt in die zweite Halbzeit gehen. In dieser plätscherte das Spiel etwas dahin, der Vorsprung wurde verwaltet und erst in den letzten 5 Minuten setzten die Tübinger in Person von Marius Dieterle, der 3 Dreier verwandelte und Enrico Pfüller nochmals zu, um dann deutlich mit 80:44 zu gewinnen.
Danach ging es schnell unter die Dusche und nach Hause, die geschlossene Schneedecke ab Pforzheim war dann die letzte Hürde, die gemeistert wurde.
Nun beginnt die Vorbereitung auf das Spitzenspiel gegen Saarlouis am kommenden Sonntag um 17.30 in der Uhlandhalle. Saarlouis liegt punktgleich mit dem Spitzenreiter Gießen auf Platz 4 der Tabelle und bringt die beiden Top-Amerikaner der Regionalliga, Ricky Easterling (34 (!) Punkte im Schnitt) und Mathew Reid ( 27 Punkte im Schnitt) mit nach Tübingen.
SV 03 Tübingen: Unger 11 (5 Assists), Dieterle 13, Bösing 2 (10 Assists), Kochendörfer 13, Tom Klemm 12, Ahlendorf 6, Pidi Klemm 12, Kronhardt 4, Duku 7
Mit 90:75 gewannen die Regionalligabasketballer des SV 03 Tübingen ihr letztes Spiel in diesem Kalenderjahr gegen die gute Mannschaft aus Heidelberg/Kirchheim und können nach 4 Siegen im Dezember beruhigt in die kurze Weihnachtspause gehen.
Am Samstagabend fiel es bei eisigen Temperaturen in der Uhlandhalle Zuschauern und Spielern schwer, ins Spiel zu kommen. Die Heidelberger starteten etwas besser, lagen schnell 12:5 vorne, die Tübinger kämpften sich aber im Laufe der ersten Halbzeit zurück und lagen ihrerseits zur Halbzeit mit 37:34 in front.
Im dritten Viertel war dann die beste Zeit der Heidelberger, Philipp Rittinger war kaum zu stoppen (26 Punkte am Ende) und brachte die Tübinger Defense in größte Schwierigkeiten. 64:58 lagen die Heidelberger nach dem dritten Viertel vorne und es sah nicht gut aus für das Heimteam.
Zur rechten Zeit besannen sich die Tübinger dann aber auf ihre neuen Tugenden. Kampfkraft gepaart mit Cleverness brachte den SV auf die Siegerstraße. Größten Anteil daran hatten die 5 Kämpfer auf dem Feld: Jan Bösing mit einem „Fast-Triple-Double“ (11 Punkte, 9 Assists, 7 Rebounds), Andi Kronhardt mit einem Double-Double (18 Punkte, 12 Rebounds), Tom Klemm mit jeder Menge Zuckerpässen und ganz wichtigen Würfen – Highlight sein Schuss 1.30 min vor dem Schluss von 9 Metern mit Ablauf der 24-sek Uhr zum 82:72 – Pi Unger mit 7 verwandelten 3-Punkt Würfen und 30 Punkten insgesamt und Pidi Klemm mit seiner Kampfkraft.
Diese 5 besiegten die Heidelberger im letzten Viertel mit 32:12 und Tübingen gewann so die Partie mit 90:76.
Übrigens: Auch Falco Meyer Hübner zeigte bei seinem Kurzeinsatz gute Ansätze, Marius Dieterle verteidigte hervorragend und Max Kochendörfer blieb ohne Fehler. Bei allen Dreien und den restlichen Bankspielern ist aber noch viel Luft nach oben, deswegen heißt es für alle nach den Weihnachtsfeiertagen kräftig weitertrainieren und bereit sein für die Spiele im neuen Jahr.
SV: Eppler, Unger 30, Dieterle, Ivandic 2, Bösing 11, Meyer-Hübner 2, Kochendörfer, Tom Klemm 17, Ahlendorf, Pidi Klemm 10, Moreira, Kronhardt 18
Mit dem zweiten Sieg in Folge und dem ersten Auswärtssieg dieser Saison mit 89:62 bei der BG Ober-Ramstadt hat der SV 03 Tübingen bei nun 4:8 Siegen ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen geschaffen.
Nur bis zum 9:9 nach 7 Minuten konnten die Hausherren mithalten, danach übernahm Tübingen das Ruder. Die Eingewechselten Tom Klemm und Zocki Ivandic gaben den nötigen Push und ein kleiner Run folgte zur 22:12 Viertel-Führung.
Im zweiten Viertel gab es dann eine Gala-Vorstellung von Zocki Ivandic, der 4 Dreier in Folge schoss und so den Tübingern fast im Alleingang eine komfortable 39:16 Führung bescherte. Bis zur Pause hatte Ivandic bereits 21 Punkte auf seinem Konto, am Ende waren es insgesamt 30 und eine tolle Leistung für den in dieser Saison noch nicht so richtig in Schwung gekommenen Flügelspieler.
Der Pausenstand von 44:26 aus Tübinger Sicht war komfortabel, die Ober-Ramstädter aber gaben nicht auf und kämpften im dritten Viertel großartig und schaffen es immer wieder fast, den Rückstand auf unter 10 Punkte zu drücken. Die Tübinger waren aber diesmal mental in der Verfassung dagegenzuhalten, immer wieder fanden sie einen guten Abschluss wenn es nötig war. Mal Andi Kronhardt, mal Tom Klemm und zum Ende hin immer wieder Jan Bösing, der Verantwortung übernahm und auch als Scorer glänzte.
Nach einigen Kabinettstückchen von Andi Kronhardt, der eine deutliche Leistungssteigerung zeigte, stand zum Ende ein ungefährdeter 89:62 Sieg zu Buche.
Am kommenden Samstag um 16 Uhr kommt nun mit dem VfB Gießen die Übermannschaft der Saison in die Uhlandhalle. Siege gegen Topteams mit 30-40 Punkten Unterschied sind bei dieser Mannschaft um den Ex-Tübinger Vincent Zabel fast normal. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die aus ihrem Formtief kletternde Tübinger Mannschaft aus der Affäre ziehen wird.
SV 03 Tübingen: Eppler, Unger 8, Dieterle 5, Ivandic 30, Bösing 12, Tom Klemm 13, Kochendörfer 3, Ahlendorf, Pidi Klemm 7, Kronhart 11
Der SV 03 hat seinen dritten Saisonsieg in der 1. Regionalliga eingefahren. Am Samstag Abend war die extrem junge Mannschaft der BSG Ludwigsburg zu Gast in der Uhlandhalle und dieses junge Alter war auch mitausschlaggebend für den relativ leichten 76:52 Sieg der Hausherren. Jung im Basketball heißt oft auch unerfahren und überhastet. Genau das waren die Ludwigsburger mit einer indiskutablen Fehlerzahl von 30 Turnovern. Diese waren natürlich auch provoziert von der guten Abwehrarbeit der Tübinger, jeweils 4 Steals von Pi Unger und Tom Klemm sind außergewöhnlich viel im Basketball.
Bei Tübingen standen diesmal mehr die älteren Spieler im Vordergrund. Jan Bösing spielte seine Verteidiger ein ums andere mal schwindelig und führte glänzend Regie. 8 Punkte, 7 Rebounds und 10 Assists standen am Ende für eine hervorragende Pointguardperformance zu Buche.
Tom Klemm brachte vor allem defensiv die Ruhe und Übersicht in das Tübinger Spiel, die bisher schmerzlich vermisst wurde. Er stand immer am richtigen Ort und dirigierte seine Vordermänner geschickt, sodass die Ludwigsburger nur selten zu einfachen Punkten kamen.
Auch Pidi Klemm kämpfte vorbildlich (7 Rebounds), zog immer wieder geschickt zum Korb und war nebenbei mit 15 Punkten auch Topscorer der gesamten Partie.
Wenn jetzt die Dreierquote von diesmal nur 17 % auch wieder besser wird, haben die Tübinger durchaus Chancen kommende Woche bei der BG Ober-Ramstadt auch ihren ersten Auswärtssieg einzufahren.
Am Samstag Abend war beim Halbzeitstand von 41:28 die Tendenz schon klar erkennbar, ein schwaches drittes Viertel brachte dann nicht den erhofften Blowout, aber durch 5 schnelle Punkte zu Beginn des vierten Viertels war beim 59:38 die Partie entschieden. Die Tübinger spielten von da an clever zu Ende, sodass zum Schluss ein ungefährdetes 76:52 stand.
Tübingen: Eppler, Unger 5, Dieterle 7, Ivandic 10, Bösing 8, Meyer-Hübner, Kochendörfer 6, Tom Klemm 14, Ahlendorf 2, Pidi Klemm 15, Kronhardt 9