Autohaus Daub
Anzeige

Damen

03.09.2014

Kooperation mit der TSG Reutlingen vorbei, doppelte Belastung bleibt                                                                                             

In der vorletzten Saison gelang den Basketball-Damen des SV 03 Tübingen der Aufstieg in die Oberliga, die Mannschaft um Trainer Thomas Unger verzichtete jedoch freiwillig auf den Aufstieg. Grund dafür war das anstehende Abitur der meisten Spielerinnen und da die meisten Mädels darüber hinaus noch in der U19-Mannschaft spielten. Aus diesem Grund ging das Team zurück in die Bezirksliga, um durch die niedrigere Liga und die Spielwochenenden im Turniermodus nicht ganz so eingeschränkt zu sein. Mit der Damenmannschaft der TSG Reutlingen entstand vor der letzten Spielzeit eine Kooperation, die den jungen Tübingerinnen die Möglichkeit geben sollte in Reutlingen Oberliga zu spielen. „Das mit den drei Teams zu koordinieren war extrem schwierig“, so Thomas Unger. Trotz Abitur und der hohen Belastung gelang den Bezirksliga-Damen in Tübingen der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga, nur ein Spiel gegen den TV Derendingen II wurde verloren. In der Oberliga bei der TSG Reutlingen konnte die Klasse leider nicht gehalten werden.

Zur kommenden Saison wird Trainer Tommi Unger wieder auf mehrere Spielerinnen zurückgreifen können, da die Doppellbelastung in Reutlingen wegfällt. Weil einige Spielerinnen jetzt nicht mehr auf die Schule gehen und viel unterwegs sind, ist es jedoch mit einer genau terminierten Vorbereitung schwierig. In den wenigen bereits abgehaltenen Trainingseinheiten waren schon zwei neue Spielerinnen, die in Tübingen studieren. Und auch sonst will der Trainer junge Spielerinnen in die Mannschaft einbauen.

Für die neue Spielzeit ist Thomas Unger insgesamt positiv gestimmt: „Wenn alle mitziehen wird es gut machbar, aber das ist auch vom Training abhängig.“ Was sich ändern wird, sind auf jeden Fall die längeren Anfahrtswege, beispielsweise nach Konstanz oder Heidenheim. Im ersten Spiel wird das junge Team, in dem auch dieses Jahr wieder einige Spielerinnen gleichzeitig für die U19 aktiv sein werden, am 12. Oktober beim TSV Jesingen sofort auf einen möglichen Aufstiegskandidaten treffen.

                                                  Aaron Wörz (SV 03 Tübingen)


02.09.2014

"Sport vebindet" - die Tübinger Basketballerin Franziska Unger bei den Olympischen Jugendspielen in China  

  

Mit der A2-Nationalmannschaft reiste schon Tigers-Spieler Julian Albus diesen Sommer nach China zu mehreren Lehrgängen und Testspielen und sammelte dabei gleichzeitig Eindrücke im Reich der Mitte. Am 13. August machte sich auch Franziska Unger, Spielerin in der Basketball-Damenmannschaft beim SV 03 Tübingen, auf den Weg nach China. Jedoch nicht um selbst auf dem Spielfeld dabei zu sein, sondern im Rahmen der Olympischen Jugenspiele 2014 in Nanjing als Teilnehmerin am sogenannten „academy camp“ der Deutschen Sportjugend (dsj). Die Deutsche Sportjugend richtete ein solches Camp bereits 2010 in Singapur und 2012 bei den Winterspielen in Innsbruck aus und suchte auch Anfang diesen Jahres Sportler und Sportlerinnen zwischen 18 und 26 Jahren, die bereits in ihren Sportvereinen engagiert und aktiv sind. Das Camp sollte die einzigartige Möglichkeit geben, den Teilnehmern eine kulturell-sportliche Fortbildung zu ermöglichen und rund um die Spiele Erfahrungen in verschiedensten Bereichen zu sammeln. So bewarb sich auch Franzi Unger, Tochter von SV 03-Urgestein und Tigers-Co-Trainer Thomas Unger, Anfang des Jahres für das Camp. Die Abiturientin hat eine D-Lizenz als Trainerin, war bei den Basketball-Camps des SV 03 Tübingen tätig und hat am Wildermuth-Gymnasium in Kooperation mit dem Verein junge Mitschüler trainiert. Finanziell unterstützt bei ihrer Reise wurde die Basketballerin freundlicherweise vom SV 03 Tübingen und dem Baden-Württembergischen Basketballbund (BBW).
Zusammen mit 38 anderen sportbegeisterten Ehrenamtlichen aus der ganzen Republik wurde die 18-Jährige ausgewählt, um dann schließlich am 14. August nach Nanjing zu den „Youth Olympic Games“ (YOG) zu fliegen. Einen Tag zuvor trafen sich die Camp-Teilnehmer in München, um nochmals eine kleine Vorbereitung auf die bevorstehende Reise zu bekommen. Zum zweiten Mal überhaupt fanden die Olympischen Jugend-Sommerspiele statt. Die sieben Millionen Einwohner große Stadt Nanjing, trotz ihrer Größe weltweit eher unbekannt, wurde Ausrichter. Schon bei der imposanten Eröffnungsfeier wurde den Teilnehmern klar, dass die Jugendspiele von der Professionalität der Organisation und der nationalen Aufmerksamkeit in China mit den richtigen Spielen mithalten können. Der olympische Erlebniswert und der besondere Flair bei einem solchem Sportgroßereignis wurde den Teilnehmern gleich am ersten Abend eindrucksvoll bei der Eröffnungsfeier vermittelt: „Die Choreographie war beeindruckend, gleichzeitig war auch der bei Olympia viel kritisierte Gigantismus nicht zu sehen“, so die Basketballerin.



 

Das chinesische Nationalstadion in Nanjing.

Die Tübingerin besuchte mit dem Camp mehrere Workshops, in denen oftmals ein interkultureller Austausch mit der chinesischen Lebensweise stattfand und beispielsweise deutsch-chinesische Vorurteile diskutiert wurden. In Alltagssituationen erlebten die Teilnehmer, wie unterschiedlich die Lebensweise und Kultur der Chinesen doch eigentlich ist: „Mich hat am meisten verwundert, dass die Leute in wirklich jeder Situation so übertrieben höflich sind.“
Selbstverständlich waren die Besuche der Wettkämpfe das Highlight für die 18-Jährige. Von Volleyball, Hockey, Rugby bis Triathlon und natürlich Basketball hatte sie die Möglichkeit, hautnah bei olympischen Wettkämpfen dabei zu sein. „Es war cool zu sehen, dass unsere Unterstützung bei den deutschen Wettkämpfen auch etwas gebracht hat und, dass sich die Sportler auch bedankt haben“, erzählt sie. Auf dem Programm standen auch Begegnungen mit Sportlern und Sportlerinnen und Funktionären und Besuch im olympischen Dorf. Hier wurden bisherige Erfahrungen bei den Spielen ausgetauscht und reflektiert.


 

Franzi Unger (dritte von rechts) mit den olympischen Nachwuchsbasketballern und dem Trainerteam. Ganz rechts der DBB-Trainer Kai-Uwe Blümel, der auch schon in Tübingen Nachwuchstalente gecoacht hat.

 

So hatte die junge Trainerin unter anderem die Gelegenheit den Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend und Präsidenten des Deutschen Basketballbundes, Ingo Weiß, zu treffen. Ebenso wohnte die Teilnehmerin einem Wettkampf mit IOC-Präsidenten Thomas Bach bei und tauschte sich mit ihm aus. „Die Workshops mit den wichtigen Funktionären waren sehr interessant, zu hören was sie selbst von den Spielen halten“, zeigte sich die Teilnehmerin beeindruckt.
Trotz zweitägiger Bettruhe, ausgelöst durch eine starke Grippe vom subtropischen Monsunklima und den überall angebrachte Klimaanlagen, bezeichnet die 18-Jährige die Reise als eine tolle Erfahrung: „Ich habe rausgefunden, dass Sport verbindet. Wenn man an Sport und an solchen internationalen Strukturen interessiert ist, würde ich es jedem weiterempfehlen.“


Aaron Wörz (SV 03 Tübingen)